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3 (1837)
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Synonyme: Triticum Spella L., Trit. Zea Host. Deutsche: Dinkel-Weizen, Spelz-Dinkel, Spelt, Spelz, Vesen, Quälkorn, Krullweizen, Kraftmehlspelt u. s. w.

Vaterland: Unbekannt, diese Art wird fast nur im südlichen Deutschland und eini-gen Tlieilen der Schweiz gebaut.

Beschreibung: Der gewöhnliche Spelz oder Dünkel zeichnet sich von den vorigenWeizenarten durch seine zerbrechliche Spindel aus, welche sich in allen ihren Gelenkentrennt, so dass jedes Spindelglied am Grunde mit einem Aehrchen verbunden bleibt, seineAehre ist wegen der locker gestellten Aehrchen schlanker, die Kelchspelzen sind breit-abgestutzt, mit einer breiten, bei den ungegrannten Arten nur sehr kurzen Stachelspitze*, beiden gegrannten ist oft noch ein Zähnchen an dem vordem Ende des abgestutzten Endes.Von den Blüthen eines Aehrchens tragen nur die 23 untern Früchte, die untersteKronenspelze zeigt neben der Granne oder der Stachelspitze gewöhnlich noch einen spitzen,kurzen Zahn, und ist bei den ungegrannten Arten den Kelchspelzen ähnlich.

Off. Wie bei Trit. vulgare.

Chemische Beschaffenheil: Nach Greifs Untersuchungen enthalten die Speltfrüchte90,78 Mehl, 1,0 Kleien und 8,22 Wasser; das Mehl enthält nach demselben: 58,8 Stärkemehl12,8 Kleber, 3,0 Eiweissstoff, 7,2 Schleim, 10,4 zuckerartigen Extractivsloff; nach Vogel 22,5Eyweiss, 74,0 Stärkemehl, 5,5 Zucker, wobei 2 Ueberschuss.

Nutzen: Wie bei Trit. vulgare. Im südlichen Deutschland und der Schweiz bereitetman ans den Früchten ein sehr feines Mehl (Schwingmehl genannt) und einen Gries.

Erklärung der Kupfertafel 246. Eine ganze öftren!ragende Pflanze, in nat Gr., a) die Kclchspclze. b) diefflüthe, c) die Schuppen, d) der Stempel, alles vergr, e) die Frucht iiod f) ein Theil der Spindelmit einem Aehrchen in nat. Gr,

Triticum amyleum.

Syst. sex. Triandria Digynia. Syst. nat. Gramincae Juss.

Chor. gen. S. bei Trit. repens Th. I. S. 42.

Char. speciei: Aehre gegen die Spindel quer zusammengedrückt; Spindel zerbrech-lich; Aehrchen gedrängt ziegeldachartig, meist vierblütbig, Kelchspelzen in eine einwärtsgebogene Stachelspitze und einen Zahn endigend, mit zusammengedrücktem, stark vorstehen-den, nach oben einwärts gebogenen Kiel; äussere Kronenspelze gegrannt oder fast gran-nenlos; Frucht bespelzt.

Abänderungen: Diese Art ändert wie die übrigen ab; in der Farbe der Aehre, welcheweiss, rothbraun oder schwärzlich ist, in der Behaarung der Aehreu, welche fehlt oder vor-handen ist; mit langen oder kurzen Grannen, welche letztere Abart das Triticum tricoecumvon Schübler bildet, endlich mit ästiger Aehre.

Synonyme: Triticum amyleum Seringe; Tritic. dicoecum Schrank: Tritic. Spella undatratum Host.; Trit. tricoecum Schübler. Deutsche: Emmer, Amer, Ehmer, Reisdinkel,Jerusalemskorn, ägyptischer Spelz oder Winterweizen, edles Zweikorn u. s. w.