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3 (1837)
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spitz, fein-gerinnt; Blattstiel häutig-erweitert stengelumfassend, innen weisslich, nervig-ge-streift. Dolden gross, zahlreich, gestielt, end- und gegenblattständig, 10 25-strahlig, ohneHüllen, zusammengesetzt; Doldenstiele glatt, steidich, ungleich; Blumenstiele kurz.Blumenblätter goldgelb, eingerollt, so dass sie einen gelben Band um das grüne Stempel-polster bilden. Die Frucbt ist 3 Lin. lang, von graulich-grünlich-gelblicher Farbe und etwaeine Linie breit, unten stumpf, oben spitzlicb mit den Stempelpolstern und Griffeln ge-krönt, die vorstellenden Riefen sind hell, die Thälchen dunkler grau, die Berührungs-flüche ist fast eben, dunkelgraulich mit breitem gelblich-grünlichem Bande, zuweilen auch miteinem hellem Streifen in der Mitte.

Off. Semen Foeniculi. Praep. Aqua Foeniculi; Oleum Foeniculi. Die reifenFrüchte, meist in ihre Achänen getrennt, mit und ohne Stielchen, mit zuweilen eingemeng-ten fremden Unreinigkeilen, Saamen, Steinchen u. s.w., von süsslichein, kaum aromatischemGeruch und angenehm süsslich-aromatischem Geschmack.

Chemische Beschaffenheit: Der Fenchel, von welchem noch keine vollständige che-mische Untersuchung vorhanden ist, verdankt seine Wirksamkeit einem farblosen, süss-lichem ätherischem Oel, welches man durch Destillation mit Wasser daraus in sehr verschie-dener Menge gewinnt, es gesteht bei sehr geringen Kältegraden und leicht scheidet sich ausdemselben das Stearopten in perlmutterglänzenden Blättchen.

Nutzen: Früher wurde ausser den Früchten auch das Kraut und die Wurzel desFenchels mechanisch benutzt, doch wurden diese Theile durch das Trocknen fast ganz un-wirksam. Die Früchte sind ein gelind reizendes, blähungtreibendes und die Milchsecretionbeförderndes Mittel, welches häufig im Theeaufguss gegeben wird. Auch werden die Früchteüberzuckert (Confectio Foeniculi), und iu Dahnatien bereitet man einen eigenen Branntwein,Mistra, aus denselben; auch gebraucht man sie als Gewürz an Brod und Kuchen, sowie die Dolden mit unreifen Früchten beim Einmachen und die Blätter als Gewürz bei man-chen Fischspeisen dienen.

Erklärung der Kupfertafcl 232. Die Spitze der blühenden Pflanze in nat. Gr., a) eine Blume, b) dasPistill vom Kelche umgeben, beides vergr., c) die Frucht in nat. Gr., d) dieselbe vergr., e) eineAchuehe quer und i) längs durchschnitten und vergr., und g) der Querdurchschnitt noch mehr

Hordeura vulgare,

Syst. sex. Triandria Digynia (Polygamia Monoecia).. Syst. nat. Gramineae Auct.

Char. gen.: Blü thenstand: eine Aehre mit gezahnter (gegliederter) Spindel, 3einblumige Aehrch-en auf jedem Spindelzahn, das mittlere nur zwitterlich und die seit-lichen männlich oder geschlechtslos, oder alle zwitterlich; Staubgefässe 3, Griffel 2 mitfedrigen Narben. Blüthendecke 2-spelzig, Spelzen pfriemlich; Blumenhülle 2-spelzig,die untere Spelze lang-gegrannt. Frucht bespelzt, einfurchig, seltner unbespelzt.

Char. speciei: Aehrchen sämmtlich zwitterlich; die Aehre verlängert, mit 6-reihigeaFrüchten, wegen zwei vorspringender Fruchtreihen scheinbar vierseitig.