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3 (1837)
Entstehung
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Char. spcciei: Blätter herzförmig, undeutlich-fünflappig, scharfhaarig.

Abänderungen: Man findet bei dieser Pflanze entweder getrennte Geschlechter aufverschiedenen Individuen, oder zuweilen auf demselben Stamm durcheinander, oder so das«einzelne Zweige eines weiblichen Baumes männliche Blumen bringen.

Synonyme: Morus nigra Linne und aller Autoren. - Deutsche: Schwarzer, gemei-ner oder achter Maulbeerbaum. ' &

Vaterland: Persien, wird aber in dem grössern Theile des mittlem und südlichenEuropa in (xarten gezogen. Blüht im Mai und reift die Frucht im September.

Beschreibung: Ansehnlicher Baum von 30-40 Fuss Höhe und 1 U Fuss Stammdickemit ausgebreiteten Aesten, einen grossen Wipfel bildend. Rinde braun und rissig an denJüngern Zweigen olivenfarben, gestreift und kahl, an den jüngsten schwach kantig,°bräunlichmit weisser etwas steifer Behaarung. Knospen stark, eyrund, 6-schuppig und braunrothBlätter massig gestielt, derb, tief herzförmig mit spitzer Bucht und gerundeten Hinterlap-pen, allmäblig kurz-stumpfheh zugespitzt, am Rande ziemlich stark gezähnt, ganz, oder baldmehr bald weniger deutlich fünflappig, mit unten vorstehender Nervenverästelung, auf beidenSeiten rauh und scharf anzufühlen, auf der untern aber deutlicher mit steifen Haaren be-deckt. Nebenblätter schnell abfallend, länglich, stumpflich, dünnhäutig, kahl, bleichmeist etwas rotblich. Kälzchen kurz gestielt, blattachselständig, einzeln oder zu zwei-männliche über 1* Zoll lang aus vielen dicht neben einander stehenden Blumen. Blumenldeckentheile eyiörmig, vertieft, Staubgefässe zwischen ihnen stehend auf dem Blüthen-boden und länger als sie, mit pfriemlichen aufrechten kahlen Staubfäden und «elbenStaubbeuteln. Weibliche Kätzchen kaum einen Zoll lang, aus vielen dicht steifendenBlumen; Blumendecke 4-blättrig, Blätter rundlich, stumpf, bleibend, fleischig - werdendStempel von ihnen eingeschlossen eyförmig mit 2 von einander stehenden pfrienilichen kurz-haarigen Griffeln. Frucht erst grünlich, später roth, endlich violett-schwarz, innen mitschön dunkelrothem Saft. Saame evförmis:.

Off. Fructus mori (Fructns mororum, baccae mori, Mora). Praep. Syrupus Moro-rum. Die reifen Früchte werden zur Bereitung eines tief roth gefärbten Syrups gebrauchtsie sind frisch von angenehmem weinsäuerlichem Geschmack.

Chemische Beschaffenheit: Eine chemische Analyse der Maulbeereu fehlt noch- siescheinen einen Farbestoff, Zuckerschleim und eine oder einige Säuren zu enthalten.

Nutzen: Der Maulbeersyrup wird als ein kühlendes, ercpiickendes, fäulnisswidri^esMittel bei hitzigen Fiebern, Entzündungen, besonders des Halses. Durchfallen u. s. w. ange-wendet Sonst ward auch noch die scharfe und bitlere gelbe Wurzehinde als ein Wurm-mittel gebraucht. Das Holz des Baumes lässt sich gut bearbeiten, die Kinde kann zu Slrik-ken verarbeitet werden und die Beere werden roh und eingemacht gegessen. Für die Sei-denraupen sind die Blätter zu rauh und hart.

Erklärung der Kupfer! afel 226. Ein jüngerer blühender und ein älterer reifende Früchte fräsenderZweig des weiblichen Baumes in not. Gr., a) eine roeibl. Blume vergr., b) ein tveibl. Kätzchenetwas vergr., c,d) einzelne Blumen desselben ebenso, e) Der quer durchschnittene und f) derlängs durchschnittene Saame, stark vergr.