Druckschrift 
3 (1837)
Entstehung
Seite
7
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häutig, 2-klappig, durch zwischen den 48 Saaraen befindliche kleine Querwandungen mehr-fächrig. Saamen, kaum von der Breite des mittlem dritten Theils der Hülse, länglich umge-kehrt- eyförmig, hellgrünlich braun.

Off. Folia Sennae. Praep: Syrupus Sennae; Tinctura Sennae. Die oben be-schriebenen Blätter abgepflückt und getrocknet, mebr oder weniger mit Stucken der übrigenPllanze, besonders Hülsen, (Folliculi Sennae) -vermengt, auch mit den Blättern des Cynan-chum Argel Delile (Solenostenima Argel Hayne), welche sich von denen der C. lanceolata da-durch unterscheiden, dass sie oval-länglich und gleichseitig, wohl spitz aber nicht stachel-spitzig, viel Jedriger, mit unten starker und breiter vortretender Mitlelrippe, dabei dicht undfein runzelig sind. Endlich finden sich noch die Blätter der Cassia obtnsata Ilayne, seltenerdie der Cassia obovata mit eingemengt. Man unterscheidet im Handel folgende Sorten:

1) Alexandrinische Sennesblätter (Fol. S. Alexandrinae) bestehen grösstenlheils aus den Blät-tern der Cassia lanceolata, mit denen der C. obtusata und des Cynanchum Argel vermengt.

2) Tripolitanische Sennesblätter (Fol. S. Tripolitanae) bestehen aus den Blättern der Cassialanceolata und denen der C. obovata. 3) Italienische Sennesblätter (Fol. S. Italicae) Blätter derCassia obovata oder C obtusata, kommt jetzt nicht mehr vor. 4) Arabische, Indische oderMocca-Sennesblätter (Fol. S. Indicae s. Senna Meccae) bestehen nur aus Blättern der Cas-sia acutifolia Delile. Man sucht ferner verschiedene Sorten aus den Sennesblättern desHandels zu machen, indem man die kleinen Bruchstücke der Blätter als Fol. Sennae parvae,vermengt mit Steinchen, Staub u. s. w. ausliest, die durch Ausschwingen von den Unreinig-keiten befreiten ganzen Blätter gehn als Fol. S. electae und die Stielcheu, die Bruchstücke vonHülsen, die schweren Blätter von Cynanchum Argel, welche beim Ausschwingen zurückbleiben,geben die Supites Sennae.

Chemische Beschaffenheit: Lassaigne und Feneulfe uniersuchten die alexandrini-schen Sennesblätter und fanden: wenig flüchtiges Oel, Blattgrün, Sennabitter (Calhartin),extractiven gelben Farbestoff, Holzfaser, schleimige Materie, Eyweissstüff, Aepfelsäure, apfel-saures und essigsaures Kali, weinsteinsauren Kalk und Mineralsalze. Der wirksame Stoff ist dasCathartin. Auch die Hülsen in diesen Sennesblättern haben nach Feneulle's Untersuchungganz ähnliche Bestandthcile. Die Blätter vom Argel sollen in Wirkung den Cassia-Blätternganz gleich kommen.

Verwechslungen: Um jeder möglichen Verfälschung vorzubeugen und der unverfälsch-ten Sennesblätter gewiss zu sein, ist es nothwendig, sie nur im ganzen nicht zerkleinertenZustande zur Benutzung zu ziehn, da dann leicht jede Beimengung ohne weiteres zu erkennenist, während man im andern Fall erst zu Beagentien seine Zuflucht nehmen muss. Verfäl-schungen kommen vor: mit den Blättern von Colutea arborescens, von Coriaria myriifolia,Hex Aquifolium, Buxus sempervirens, Lauras nobilis u. s. w., von diesen sind die Blätter,von Coriaria myrtifolia gefährlich, sie sind dreirippig, dicker, leichtbrüchiger, von mehr grauerals grüner Farbe, und von scharfem zusammenziehendem Geschmack, ihr Dasein ist in kaltemwässrigem Aufguss durch salzsauren Baryt zu prüfen, welcher eine scbwachgelbliche Trübunghervorbringt, durch Brechweinstein, welcher eine gelblich-weisse flockige Trübung bewirktund durch salpetersaures Silber, welches einen starken dunkelgrauen Niederschlag, in reinenSennesbiättern aber nur eine gelbliche oder braunröthliche Trübung zeigt, während die beidenandern Reagentien diesen Aufguss unverändert lassen.

Nutzen: Die Sennesblätter sind ein allgemeines und längst bekanntes massig abfüh-rendes Mittel, welches man häufig in Abkochungen giebt, wobei zu bemerken, dass man