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3 (1837)
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Vaterland: [In Ostindien auf den Bergen an der Westküste der Halbinsel diesseitdes Ganges. Blüht vom Februar bis in dem Mai.

Beschreibung: Ein Baum mit aufrechtem, rundem Stamm und vielästigem Wipfel.Blätter zerstreut aber dicht-stehend an den Spitzen der Aestchen, unpaar-gefiedert, mit910 Paaren wechselweis stehender, sitzender, elliptischer, stumpflicher, stumpflich-gesäg-ter 1 \\ Z langer weichhariger ßlättcben. Blattstiel rund, weichhaarig. Blumenstielrund, weichhaarig. Blüthentraube einfach, vielblumig, kürzer als die Blätter, ans derenAchseln sie treten. Kelch weichbaarig, 5-zähnig, bleibend. Krone aus 5 blass-röthlichen,aussen weichbaarigen, elliptischen, stumpfen und ausgebreiteten Blättchen. Staubgefässean Zahl sehr veränderlich, abwechselnd grösser, aus dem Rande der drüsigen Scheibe, kürzerals die Blumenblätter, pfriemlieh mit aufrechter, 2-fächriger, länglicher Anthere. DrüsigeScheibe scbälchenförmig, gekerbt, die Basis des eyförmigen Fruchtknotens umgebend.Griffel kürzer als die Staubgefässe, rund; Narbe dreilappig, klein. Kapsel 3-, seltener4-fächrig und dreiklappig, dreiseitig, braun, kahl, vom Grunde aufspringend, in jedem Fachegewöhnlich einen einzigen herzförmigen, lang und fein zugespitzten Saamen enthaltend, wel-cher durch den ihn rings umgebenden Flügelrand elliptisch wird, und an der Spitze desFachs angeheftet ist.

Off. Olibanum s. Thus, Weihrauch. Der an der Luft erhärtete Saft des oben be-schriebenen Baums ist das ostindische Olibanum (Ol. indicum s. ostindicum), es besteht ausgelben balbdurchsichtigen runden, tropfenförmigen Kugeln, von denen die grossem auchgelb-röthlich sind, ohne fremde Beimischungen, giebt beim Verbrennen eine schwarze Asche,und hat den Geruch wie Tacamahac. Eine andere bei uns gewöhnlich benutzte Sorte vonWeihrauch ist der arabische (Olibanum arabicum), welcher von verschiedenen Juniperus-Arten (Jun. phoenicea, thurifera, Oxycedrus, und bermudiana oder von Amyris Kafal) abstam-men soll, und aus Arabien und der östlichen Küste Afrikas am rothen Meere ausgeführtwird. Man unterscheidet von diesen 2 Sorten: 1. Olibanum electum s. in granis: rundliche,länglich-tropfenförmige, imregelmässige bis nussgrosse Sliieke, aussen durch gegenseifigesReiben wie bestäubt, undurchsichtig, von blass-gelblicher, selten blass-rölhlicher Farbe,scharf bitterlichem Geschmack und angenehmem gevv ürzhaftein Geruch beim Verbrennen.2. Olibanum in sortis: in mehr oder weniger grossen unregelmässigen Stücken, zum Tb eilvon dunkler Farbe, auch zusammengebacken und mit Unreinigkeiten, Rinden und Bastsläckeavermengt.

Chemische Beschaffenheit: Der Weihrauch hat einen splittrigen, wenig-glänzendenBruch, ist trocken, spröde und leicht zerbrechlich, schmeckt scharf-bitterlich, und riechtsüsslich, balsamisch-harzig., etwas terpenthinartig, gekaut ist er anfangs spröde, wird aberdann zäher, hängt sich den Zähnen an, wird endlich weiss, weich und macht den Speichelmilchig. Sein speeifisches Gewicht ist 1,221. Gepulvert und in Wasser gerieben giebt ereine Emulsion, welche bald Harz fallen lässt. Durch Hitze schmilzt er, brennt am Lichtemit schöner weisser Flamme, und verbreitet einen starken, für viele angenehmen Geruch.Bei der Destillation mit Wasser giebt er ätherisches Oel. Jiraconnot fand ihn zusammenge-setzt aus 56,0 Th. eines in Alcohol auflüslieben Harzes, 30,8 in Wasser auflösliches Gummi,5,2 in Wasser und Alkohol unlöslichen Rückstand; 8,0 ätherisches Llass-gelbes Oel undVerlust. Dumenil fand im Weihrauch eine schon gebildete, durch Kochen mit Wasser aus-ziehbare Harzkaliseife.

Nutzen: Früher wurde der Weihrauch häufiger als Heilmittel angewendet, und heiHusten, Blutspeien, Pleuritis u. s. w. empfohlen, gegenwärtig wird er nur noch zu einigen