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Off. Semen Cinae s. Santonici (auch Sem. Zedoariae, sanctum, santonicum, Semen-tina, contra vermes, lumbricorum). — Der sogenannte Wurmsaamen besteht aus den Blü-thenköpfchen, die theiis ganz, tbeils zetrümmert sind und aus untermengten Blatt- und Sten-gel- und Zweigstiicken, -wozu noch viel Staub, auch wohl Sand und andere fremde Körperkommen. Die Köpfchen sind f — l£ L. lang, kaum halb so breit, graulich-gelblich, mit kah-len, auf dem Rücken drüsigen, dicht anliegenden Schuppen. Zerrieben haben sie einen star-ken, eigentümlichen, flüchtig-aromatischen Geruch und einen bitteren, gewürzhaften Ge-schmack; dies ist die beste Sorte, welche Levantischer oder Aleppischer heisst, und wenndie Köpfchen rein ausgelesen sind, die feinste Sorte darstellt (Semen Cinae in granis). Eineweniger gute Sorte ist der barbarische oder afrikanische Wurmsaamen, welcher von der inPalästina einheimischen Art. glomerata eingesammelt werden soll. Es besteht diese Sorteaus gestielten, sehr unentwickelten Köpfchen, die zum Theil noch an Zweigstücken beisam-men sitzen und beim Zerreiben eine Menge langer krauser Haare zeigen.
f^erwcchshingen: Theiis kommen Vermengungen der beiden oben angeführten Sortendes Wurmsaamens vor, theiis wird der barbarische zuweilen grün gefärbt und dann SemenCinae indicum oder africanum genannt. Auch die leicht zu unterscheidenden Blümchen desTanacetum vulgare sollen untermengt werden. Früchte von Gräsern und Doldenpflanzenkommen ebenso wie allerhand Unreinigkeiten unter demselben vor.
Chemische Beschaffenheit: Trommsdorf fand in 100 Th. gut getrockneten levanti-schen Wurmsaamens: 0,8 flüchtiges Oel; 11,0 Harz; 21,0 eigenthümlichen Extractivstoff mitapfelsaurem Kalk; 36,0 gummigen, fast geschmacklosen, leicht in Wasser, nicht in Alcoholoder Aether auflöslichen Extractivstoff; 20 durch Aetzlauge erhaltenen Extractivstoff; eineSpur Schwefel; 12 Holzfaser. Wackenroder untersuchte sowohl den levantischen als denostindischen, ersterer enthielt 7,30 pC. Feuchtigkeit, und 0,39 pC. ätherisches Oel, letzterer7,1 pC. Feuchtigkeit und 1,78 pC. ätherisches Oel. Beide hiervon befreite Saamcn zeigtensich zusammengesetzt, in 100 Theilen aus: Levant. Ostind.
Cerin.................................... 0,35 0,48
Eigenthümliche, harzartige, braune, bittere Substanz........ 4,45
Grünes, aromatisch-scharfes Balsamharz................ 6,05 7,59
Eigenthüml. Bitterstoff mit beigemischtem salzs. nebst schwefeis.
Kali und saurem und apfelsaurem Kali und Kalk ........ 20,25 21,53
Gummiger Extractivstoff......................... 15,50 15,24
Uhnin durch Aetzlauge gewonnen................... 8,*>0 10,25
Holzfaser.................................. 35,45 35,57
Apfels. Kalk nebst etwas Kieselerde und vegetab. Substanz . , . 2,00 4,13
JBeigementge fremde Materie....................... 6,70
"Verlust ................................... 0,65
Das Balsamharz des ostindischen soll sich durch schäferen Geruch und Geschmack vor demdes levantischen auszeichnen.
Nutzen: Der Zittwer- oder Wurmsaamen ist ein alt bekanntes Mittel gegen dieWürmer, besonders gegen Ascariden und Spulwürmer benutzt man ihn innerlich meistensin Pulverform oder überzuckert und in Forin von Klystiren.
Erklärung der Kupfevtafel 200. Eine blühende Pßanze in nat. Gr. a) ein Achrehen in nat Gr.,b, c, d) Köpfchen in nat. Gr. und vergr., e, f) Hüllschuppen vergr., g) eine Blume vergr.,h) Blätter in nat. Gr. und i) eines derselben vergr.
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