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2 (1833)
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I

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pflanzensaure Salze von Kali, Kalkerde und Magnesia, eine Spur von phosphorsaurem Eisenund von Kieselerde. Funke fand: 8 ätherisches Oel und krystallinisches Harz; 2,8 Seifen-stoff; 6,0 gummigen Extractivstoff; 43,2 Inulin; 40 Pflanzenfaser, etwas freie Essigsäure undEivveissstoff. Das Helen geht heim Destilliren der Wurzel mit Wasser als ein gelblichesuntersinkendes Oel über, welches nachher erstarrt, auch aus einer in der Wärme bereitetenconcentrirten Auflösung der Wurzel in Spiritus beim Erkalten krystallinisch anschiesst. Esbildet farblose Krystalle, Prismen oder Würfel, ist von Geruch und Geschmack der Wur-zel, ohne Rückstand sublimirbar, schmilzt bei -f- 42° zu einem Oel. Das Weichharz istbraun, butterartig, schmilzt in kochendem Wasser, riecht in der Wärme aromatisch, schmecktbitter, scharf und unangenehm und löst sich in Alcohol und Aether auf.

Pfützen: Seit den ältesten Zeiten ist die kräftige Alantwurzel als Heilmittel benutztund besonders bei Lungenkrankheiten, Schleimflüssen, Verschleimung des Magens, so wiegegen Mercurialvergiftungen empfohlen, auch äusserlich in Salbenform gegen Krätze. Siewirkt erhitzend und erregend auf Lunge und Haut und die Intensität dieser Wirkung wirddurch die bittern Stoffe, so wie durch das Inulin glücklich modificirt.

Erklärung der Kupfertafel 191. Die Spitze der blähenden Pflanze und ein TVurzclblatt in nat. Gr.,a) ein Randblümchen ctivas vergr., b) ein Scheibenblümchen in nat. Gr.. c) dasselbe vergr.,d) Staubgefässe, e) das Pistill, f) die Frucht mit der Saainenkrone , sämmllich rergr.

Anthemis nobilis.

Syst. sex. Syngcnesia Superllua. - Syst. nat. Synanthereae s. Compositae Auct.

Char. gen. Hülle vielblättrig, halbkugelig, ziegeldachartig; die Blättchen schuppen-artig, am Rande trocken; Randblumen mehrzählig; Saamenkrone fehlend oder ein häu-tiger Rand; Blut heu boden spreublättrig.

Char. speciei: Stengel niederliegend-aufsteigend, wenigblumig, weichhaarig; Blät-ter doppelt gefiedert, sehr fein weichhaarig; % Fiederchen 2 3-spaltig, mit linealisch-pfriemlichen Zipfeln; Blüthenstiel einköpfig', verlängert; Spreubiättciien nachenförmig,fast so lang als die Blumen; Früchte ohne Saamenkrone.

Abänderungen: Man hat in Gärten gewöhnlich nur die Abänderungen mit sogenann-ten gefüllten Blumen oder mit Köpfchen, bei denen die Scheibenblumen zum grössten Theildie Form der Randblumen angenommen haben, oder mit Köpfchen, in denen die Scheiben-blumen sich vergrössert haben und weiss geworden sind, während die Randblumen fastganz verschwanden.

Synonyme: Anthemis nobilis L. und aller Autoren. Deutsche: römische Ca-mille, römischer Romey.

Vaterland: Auf Triften und sonnigen Hügeln, auf Grassplätzen in Wäldern im süd-lichen Europa: Spanien, Frankreich, Italien. Blüht im Juni und Juli.

Beschreibung: Wurzel ausdauernd, kurz, schief herabsteigend, braun, zaserig. Sten-gel mehrere, rund, am Grunde niederliegend, gestreckt, dann aufsteigend, grade sich erhe-bend, unten beblättert, nach oben einige wenige Aeste ausschickend, mehr oder weniger