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weisse halbdurchscbeinende und eine von röthlicher [Farbe. Die Eingebomen sammeln denTraganth und verkaufen ihn an die Griechen in der Nähe von Damascus.
Chemische Beschaffenheit und Nutzen: Wie bei Astragalus verus.
Erklärung der Kupfertafel 185. Ein blühender Zweig der Pflanze in nat. Gr., 1. ein Theil des Stam-mes mit ausgeflossenem Traganth, a) ein Matt, b) der Kelch geöffnet, c) eine Blume mit ihrerBractea, d) eine geöffnete Blume mit Staubgcfässen und Pistill alles nat. Gr., e) ein Pistill vergr.
II
Ruta graveolens.
Syst. sex. Octaiidria Monogynia. — Syst. nat. ßutaceae Auct.
Char. gen. Kelch 4- oder 5-theilig bleibend; Blumenblätter 4 oder 5, genagelt,löffeiförmig; Staubgefässe doppelt so viel als Blumenblätter und eben so viel Nectar-Poren; Fruchtknoten auf dickem kurzem Träger, Griffel einzeln, Kapsel mit soviel Fä-chern als Blumenblätter; Sa amen an innern Rande mit fleischigem Eyw n iss und gekrümm-tem Keim.
Char. speciei: Blätter dreifach-zugammengesetzt, gefiedert, F"iederchen umgekebrt-eyförmig-spateiförmig zugerundet, Blumenblätter ganz.
Synonyme: Ruta graveolens Lin. u. fast aller Schriftsteller, Ruta hortensis Miller. —Deutsche: Raute, Gartenraute, Weinraute.
Vaterland: Im südlichen Europa, Aegypten, Mauritanien an unfruchtbaren dürrenOrten. Häufig bei uns in den Gärten. Blüht im Sommer.
Beschreibung: Die ganze Pflanze kahl und blaugrün bereift, in allen grünen Theilendrüsig. Wurzel senkrecht, ästig, vielzaserig, holzig. Stengel 2 — 3 F. hoch, am unternTheile holzig und ausdauernd, nach oben krautig, rund, wenig ästig. Blätter wechselnddreifach -zusammengesetzt- gefiedert, etwas dicklich, die untersten einen Theil des Wintersausdauernd, die Blättchen umgekehrt-eyrund-spatelförmig, stumpf, die äussersten etwaszusammenfliessend. Der gemeinschaftliche Blattstiel gerinnelt. Blumen in einer endstän-digen, zuweilen etwas zusammengesetzten, aber unregelmässig-gabeltheiligen, deckblättrigen
Deckblät-
Trugdolde, die endständigen darin gewöhnlich 5-theilig, die übrigen 4-th eilig.
Kronenblätter gelb, ausgebreitet. Staubfäden
ter Klein lanzettlich, spitz. Kelch gri,
fadig-pfriemlich ausgebreitet, so lang als die Krone, gelb, erst in den Kronenblättern liegend,dann gegen das Pistill gebogen. Staubbeutel eyförmig, gelb. Fruchtknoten grün, rund-lich, drüsig; Griffel kürzer als die Staubgefässe mit 4- oder 5-lappiger Narbe. Kapselrundlich, 4 — 5-lappig, 4 — 5-fächrig, 4 — 5-klappig, jedes Fach am innern obern Rande auf-springend, wo auch die Saamen befestigt sind, welche fast dreikantig-nierenförmig, höckrig-scharf und schwarz sind.
Off. Herba Rutae. — Praep.: Oleum Rutae, Aqua Rutae. — Die Blätter werdenim Mai und Juni vor dem Blühen gesammelt und getrocknet, sie haben einen eigentüm-lichen aromatisch - aetherischen Geruch und Geschmach, der vielen unangenehm ist. Dasaetherische Oel ist von gelber Farbe, das destillirte Wasser aber fai'blos.
Chemische Beschaffenheit: Das Kraut enthält nach Mahl: ein flüchtiges gelblich-grünesOel, grünes Wachsharz; Extractivstoff, schwarz-grünes Gummi; eigentümliches Stärkemehl;Faser; Eyweissstoff; thierische durch Galläpfeltinktur gefällte Substanz und freie Apfelsäure.