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2 (1833)
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61
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Synonyme: Yerbascum Thapsus L. und der meisten Autoren. Deutsche: Wol-lige Königskerze, weisses Wollkraut, Feldkerze, Himmelskerze, Himmelsurami, Fackelkraut u. s. w.

Vaterland: An sonnigen und sandigen dürren Orten, auf Brachfeldern, an Waldrän-dern, trocknen Hügeln, allen Mauern und Trümmern: in Schweden, Deutschland, Frankreich,der Schweiz, England und Kussland. Blüht nach dem Sonmiersoislitium.

Beschreibung: Wurzel spindelig, wenig ästig, 2-jährig; Stengel einzeln, 1 6 F.hoch, steif, aufrecht, ganz einfach, von den hinablaufenden Blatträndern geflügelt, dicht filzig,der Filz hier und an der ganzen Pflanze aus Sternhaaren; Bätter flach-gekerbt, etwas runz-lich, auf beiden Seiten, jedoch mehr auf der untern filzig, daselbst mit vortretendem Ader-netz, die untersten \1 F. lang, lanzettlich oder länglich-lanzettlich, stumpf oder spitzlich,gestielt, in den Blattstiel verschmälert; die höhern allmählig kürzer gestielt,_ endlich siz-zend, mehr und mehr mit einem breitern Rande am Stengel herablaufcnd, dabei kürzer undspitzer, die obersten endlich, eiförmig, zugespitzt. Die äbrenförmige Traube \ 1 F. lang,einfach, mit dicht gedrängten Blumen, unten zuweilen etwas unterbrochen, nebenblättrig;Blumen zu 1 4 in den Achseln der linealisch-lanzettlichen, spitzen, allmählig etwas klei-ner werdenden Hüllblätter; Blumenstiele sehr kurz; Fruchtstiele 2 3 mal kürzer alsder Kelch; Kelch 3 Lin. lang, bei der Frucht grösser mit lanzettlichen, zugespitzten Zip-feln; Blume wegen des nicht flach stehenden Saums eher trichterig als radförmig, etwasgrösser als der Kelch, gelb, die Saumzipfel länglich-verkehrt, eirund, die Bohre dick;Staubfäden gelb, zwei derselben ganz, einer von der Mitte bis oben mit weissen abstehen-den Haaren (Wolle) bedeckt, die beiden übrigen kahl oder unbedeutend behaart; Staubbeu-tel der beiden längern Staubfäden etwas grösser; Pollen safrangelb; Kapsel eirund, et-was länger als der Kelch; Saamen sehr klein.

Off. Flores Verbasci. Herba Verbasci. Die Blumen müssen bei trocknem Wet-ter mit dem "Kelche abgepflückt und an einem trocknen Orte vollständig ausgetrocknet unddann sorgfältig wohl verschlossen aufbewahrt werden, sie sind von angenehmem süsslichemGeruch und Geschmack, Die Blätter, welche frisch einen eigenen, eben nicht angenehmenGeruch haben, werden im Sommer gesammelt, getrocknet und aufbewahrt, sie schmeckenschleimig-bitterlich.

Verwechslungen: Bei der grossen Aehnlichkeit der verschiedenen Arten Yerbascum ni-grum und bei der grossen Menge von Bastardformen, welche vorkommen, werden sehr häufig dieBlumen anderer Arten statt der von V. Thapsus und des folgenden ihapsiforme gesammelt:die kleinern mit violetter Wolle an den Staubfäden versehenen Blumen von V. nigrum, sowie die rothbraun werdenden, ebenfalls kleinen von V. Lychnilis sind leicht zuerkennen, vonden übrigen aber kaum einige mit Sicherheit ohne Ansicht der ganzen Pflanze. Es steht abernicht zu erwarten, dass bei so ähnlichen Formen, viel Verschiedenheit in den Eigenschaftender Blumenkrone wäre.

Chemische Beschaffenheit: Die Blumen enthalten nach Morin: gelbes aetherisches freieOel; eine fette dicke Materie, Schleimzucker; Gummi; einen gelben harzigen Farbestoff; apfel-sauren und phosphorsauren Kalk und freie Phosphor - und Apfelsäure. Pleischl will darinauch Schwefel und Ammonium gefunden haben.

Nutzen: Die Blumen des Wollkrauts werden schon im gemeinen Leben in Fo?m ei-nes Aufgusses als ein Hausmittel bei catarrhalischen Uebeln, besonders der Brust genommen,auf gleiche Weise dienen sie auch den Aerzten, gewöhnlich in Verbindung mit andern Mit-teln, in Thee- oder Klystierform als ein beruhigendes, einhüllendes, doch zugleich gelindereizendes und die Transpiration beförderndes Mittet