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Kelch, durch die aussen gekrümmten Zähne der Blumenkrone, durch die unten verwach-senen Staubfäden, durch die vierlappige Narbe und durch die grade 3 —4 Z. lange, \ Z.breite, gerandete, queergestreifte 5 — b-saamige Hülse.
Off. Catechu s. Terra Japonica. — Pracp. Tinctura Catechu. — Das Catechu oderdie japanische Erde besteht aus dichten zerbrechlichen Stücken von schwarzbrauner Farbe,zuweilen mit blassen Lagen wechselnd, auf dein Bruche glänzend, ohne Geruch, von zusam-menziehendem Geschmack, im rectificirtem Alcohol und heissem Wasser gleich löslich und
grösstentheils aus adslringirendem Stoff bestehend
Aus Lehm geknetete Würfel welche mit
irgend einem adstringirendem Decoct getränkt sind, muss man verwerfen. Es soll dies ad-stringirende Extract aus dem Holze der Catechu- und einiger andern Acacien gewonnen wer-den, indem man dasselbe zerkleinert, mit Wasser auskocht und diese Abkochung in der Son-nenwärme bis zum Trocknen verdunsten lässr. Dies soll die Sorte sein, welche als Catechuvon Bengalen in den Handel kommt, ausser welcher auch noch eine Catechu von Bombay,welches unreiner ist und ein würfelförmiges Catechu Gambir, welches von INauclea Gambirgewonnen wird, in Gebrauch gekommen sind.
Chemische Beschaffenheit: Das Catechu besteht grösstentheils aus Gerbstoff, gemengtmit dessem Absatz. Dieser Gerbstoff verbindet sich mit Säuren, giebt aber mit ihnen ebenso leicht lösliche Verbindungen als der der Chinarinde. Auch mit SalzA>asen verbindet er sichund Eisenoxydsalze werden von ihm mit grangrüner Farbe gefällt. Döbereiner hat den vonRunge im Catechu aufgefundenem, krystallisirbarem eisengrünendem Gerbstoff (Catechugerb-salz) beslätigt, er bildet in Eisenoxydauflösungen eine prächtig grüne Farbe.
Nutzen: Das Catechu wird wie andere adstringirende Mittel theils änsserlich, theilsinnerlich angewendet als ein zusammenziehendes, stärkendes, Blutungen stillendes Mittel beiverschiedenen Krankheiten.
Erklärung der Kupfcrtafel 151. Ein blühender Zweig in nat. Gr.: a) eine geöffnete Blume vergr.,b) eine reife Hülse in nat. Gr.
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Verbascum Thapsus.
Syst. sex. Pentandria Monogynia. — Syst. nat. Solancac Juss.; Scrophularinae sect. Verbascineae Nees ab Escnb.
Char. gen. Kelch etwas ungleich, 5-theilig, bleibend; Blumenkrone radförmig mit5 stumpfen, etwas ungleichen Saumtheilen; S taubgefässe 5, ungleich von einander abste-hend, kronenständig; Stempel einfach; Griffel gekrümmt; Narbe stumpf; Kapsel "2-fä'ch-rig, 2-kIappig; die Klappen wieder zu spalten anfangend; die Scheidewand aus den ein-gebogenen Klappenrändern; Saamenträger 2, sehr dick, halbkugelig, achselständig; Saa-mea sehr. viel.
Char. specici: Blätter ganz, von einem Blatte bis zum andern hfnabfanfend, klein-gekerbt, filzig; Traube ährenförmig, gedrungen; Blume etwas radförmig; Kronenzipfellänglich, verkehrt-eirund, stumpf; längere Staubfäden kahl oder mit wenigen Haaren be-setzt; Staubbeutel ziemlich gleich.
Abänderungen: Es giebt von dieser Pflanze einige Abänderungen: mit schmälern Blät-tern; mit obern Blättern, welche rundlich-eyfönnig in eine lange Spitze vorgezogen sind; mitdichlerm oder dünnerm Filz; mit etwas ästigem Stamm; mit blassgelben und mit weissen sowie mit kleinern Blumen.