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2 (1833)
Entstehung
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57
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Synonyme: Minosa tortilis Forskai, Acacia lortilis Hayne und der Schriftsteller.Deutsche: drehfrüchtige Acacie. Aolha der Beduinen.

Vaterland: Die Wüsten von Oberaegypten, Nubien nnd Dongola, auch im glückli-chen Arabien. Blüht gegen Ende des Jahrs.

Beschreibung: Ansehnlicher Baum von 4060 F. Höhe mit aufrechtem rundem bis4 F. dickem Stamm und vielartigem Wipfel. Aeste zerstreut, abwärtsstebend, stachlig, diejün^ern wenig hin- und hergebogen, rund, sehr fein behaart, braunrolh mit kleinen ovalenzerstreutstehenden gelblichen Linsenkörpern, stachlig und beblättert; Nebenblätter: zwei ander Basis verwachsene, ausgespreizt von einander stehende, lange, grade und pfriemförmige,oder kurze herabgekrümmte, schmutzig-weisse, braun gespitzte, nach unten sehr fein behaarteStacheln, wetehe an ihrem Yereinigungspunkt die Blattstielnarbe zeigen, und aus deren Ach-sel ein Büschel von Blättern (ein verkürzter Zweig) hier und da von einem einzelnen gestiel-ten Blüthenköpfchen begleitet, hervortritt; Blätter klein \\ Z. lang, gestielt, doppelt gefie-dert, die Fiedern 2 6 Lin. lang, elliptisch, die Fiederchen länglich-elliptisch, blaugrün, ziem-lich kahl, mit einigen kleinen steifen Wimperhärchen am stumpfen Rande eingefasst, 1 \\Lin. lang; Blattstiele fein und dicht behaart, der gemeinschaftliche der Fiedern rundlichmit einer Drüse unter dem untersten Fiederpaar, die gemeinschaftlichen der Fiederchen ge-randet; Blüthenkopfstiele rund, fein behaart, kaum bis 1 Z. lang, unter der Mitte mit ei-nigen wirteis tändigen kleinen Deckblättchen versehen; Kelch stumpfzähnig, schwach weich-haarig; Blumenkrone doppelt so lang als der Kelch, fast glockig, weiss-gelblich, mit 5spitzhehen, aufrechten, etwas auswärts-gekrümmten Zipfeln; Staubgefässe doppelt so langals die Krone; Staubfaden haarförmig, weiss; Staubbeutel rundlich gelb; Fruchtkno-ten so lang als der Kelch; Griffel einfach, so lang als die Staubgefässe, mit stumpfer End-narbe; Hülsen 3 4 Z. lang, verschiedenartig-gedreht-gebogen, linienförmig, oben spitz, ander Basis verschmälert, mit verdickten Bändern und flachen aderig-gestreiften Flächen, kahl,nur an der Basis und Spitze schwach weichhaarig.

Off. Gummi Mimosae s. Gummi Arabicum. Das Mimosen- oder arabische Gummifliesst aus der oben beschriebenen Acacie und ähnlichen Arten wie Ac. Ehrenbergiana undA. Seyal freiwillig aus, erhärtet an der Luft und bildet meist kuglige, weissliche oder gelbli-che, glänzende, durchscheinende Stücke, auf dem Bruche mit Glasglanz,- von fadem Ge-schmack und ohne Geruch; mit 68 Theilen kaltem Wasser eine vollkommen flüssige Auf-lösung, einen durchsichtigen Schleim, gebend. Man unterscheidet im Handel mehrere Sorten,welche aus verschiedenen Gegenden und wahrscheinlich auch von andern Acacien kommen.Das Gummi arabicum kommt in kleinern, mehr eckigen, leichter zerbrechlichen, weniger durch-sichtigen Stücken vor; das Gummi Senegal in grössern, rundern, härtern und glänzendem,Praep: Mucilago Gummi Mimosae. Der Schleim von arabischem Gummi wird bereitetindem man einen Theil desselben pulverisirt in drei Theilen destillirlen Wassers auflöst unddurchseiht. Auch der Pulvis gummosus besteht zur Hälfte aus pulverisirtem arabischem Gummi.

Verwechslungen: Es kommt unter dem arabischen Gummi zuweilen ein Gummi vor,welches sehr schönem weissem Gummi Senegal ganz ähnlich ist, sich aber im Wasser nurtheilweise aullöst.

Chemische Beschaffenheit: Gay Lussac und Thenard fanden das arabische Gummizusammengesetzt aus 6,93 Wasserstoff: 42,23 Wasserstoff; 50,84 Sauerstoff; Berzelius aus6,374 Wasserst., 4*2,682 Wasserst, und 50,944 Säuerst. Eine Verbindung von Gummi mitKali bleibt aufgelöst, wogegen eine Verbindung von Gummi mit Kali und Kieselsäure nieder-fällt, durch diese Beaction kann man selbst eine sehr geringe Menge des im Wasser aufge-Guiropel's Abbild. II. Bd. 9