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Off. Baccae Rubi Idaei. — Praep: Aqua Rubi Id.; Acetuni Rubi Id.-, Syrupus RubiId.__ Di e reifen oben bescliriebenen Beeren werden von ihrem Fruchtboden gelöst genom-men, und zur Bereitung des Himbeerwassers, llimbeeressigs und Hhnbeersyrups angewandt,welche Praeparate alle den eigentümlich angenehmen Geruch und Geschmack der Beerenannehmen.
Chemische Beschaffenheit. Eine nähere Angabe der Bestandteile der Himbeere fehltnoch, es sollen nach Scheele im ausgepressten Safle gleiche Theile Cilronen- und Apfelsäureenthalten sein.
Nutzen: Bekannt ist die Benutzung der Himbeeren als angenehmes erfrischendes Obst,zur Bereitun°- von Gelee, Essig und Syrup, welche im gemeinen Leben beliebte Erfrischungs-mittel darbieten auch den Speisen ihres angenehmen Geschmack's wegen zugesetzt werden Fastauf gleiche Weise dient in der Medicin das Himbeerwasser, der Himbeeressig und der Hirn-beersyrup als Zusatz zu andern Mitteln oder zur Bereitung kühlender und erfrischender Ge-tränke um die Blutthätigkeit herabzustimmen.
Erklärung drr Knpfertafel 145. Ein blühender Zweig in nat. Gr.: a) der Kelch mit den Staubgefäs-sen, b) ein Blumenblatt, beides in nat. Gr., c) Staubgefasse und d) Pistille vergr., e) Fruchtund f) der Kelch mit der Frucht, beides in nat. Gr., g) ein etwas vergrösserter Saamen durch-schnitten, h) ein ganzer Saamen in nat. Gr. und i) derselbe vergr.
Polygala amara.
Syst. sex. Diadelplüa Octandria. — Syst. nat. Polygaleae Auct.
Chor. gen. Kelch 5-blüttrig, gefärbt, stehen bleibend, 2 seitliche Blältchen grösser fastblumenblattartig; Blumenkrone röhrig mit gespaltenem Rohr, 3-spaltigem Saum dessen un-terster Zipfel gefranzt oder ganz ist; Staubgefasse 8, in 2 Bündeln; Stempel einfach;Kapsel umgekehrt-herzförmig, 2-fächrig, 2-klappig, 2-samig, die Scheidewand in der Mitteder Klappen.
Char. speciei: Ausdauernd, untere Blätter rosettig, verkehrt eiförmig, stumpf; Bla-men hängend, gedrängt, sehr klein; Seitenblättchen elliptisch, stumpf, einfach dreinervig,schmaler als die umgekehrt herzförmig-runde Kapsel.
Abänderungen: Auf nassen Wiesen kommt sie mit schlankem Stengeln und mehrkeilförmigen Kapseln vor: P. uliginosa Reichenbach. Ausserdem ändert sie mit grössern undkleinern untern Blättern, mit längern und kürzern Seitenkelchblätlchen, und mit einer mehroder weniger am Grunde zusammengezogenen Kapsel.
Synonyme: Polygala amara Linne, Fries in d. Flor. Hall, und Reichenbach in d. Ico-nogr. und keines andern Schriftstellers. P. myrtifolia Fries in Nov. Fl. Suec.; P. uliginosaRchb. in Flora germ. excurs., P. austriaca der Autoren. — Deutsche: Bittre Kreuzblume.
Vaterland: Auf grasigen feuchten Stellen der Berge in Schweden, Deutschland, derSchweiz, einem Theil von Russland, Frankreich und England.
Beschreibung: Wurzel fadenförmig, licht bräunlich mit wenigen Zasern, einfach odermit einigen Aesten, verschiedenartig schlänglich gebogen, höchstens Fingers lang; Stengelgewöhnlich mehrere aus einer Wurzel oder ein einziger gleich von der Basis Seitenzweigetreibend, welche ihm an Grösse gleich kommen, höchstens eine kleine Spanne lang, einfach,rundlich, unten beblättert, oben beblümt; Blatter etwas dicklich, wie fast die ganze Pflanze
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