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Cambogia Gärtner
Garcinia Cambogia.
Syst. sex. Dodecandiia Monogynia. — Syst. nat. Guttiferae Juss.
Char. s-m. Blumen gelrennten Geschlechts oder auch zugleich zwittrig; Kelch4bläürig; Krone 4blättrig, Leide unterständig; Staubgefässe 15 — 20, an der Basis zu-weilen verbunden; Staubbeutel eiförmig; Pistill einfach, mit einem 4—10 fächrigen Frucht-knoten, gekrönt von einer eben soviel strahligen sitzenden Narbe; Frucht eine 4 —10 fäch-rige Beere, die Fächer einsaamig; Saamen mit Saamendecke; Cotyledonen dick, zusam-menhängend.
Char. specici: Blätter länglich-lanzettlich; Blumen einzeln endständig; Kronen-blätter gelb; Narbe 8 strahlig; Beere 8 furchig.
Synonyme: Garcinia Cambogia Desronsseau, Cambogia Gutta Linne, Mangostana— Deutsche: Gutlibaurn, Gummiguttbaum.
Vaterland: Ostindien. Blüht im Februar und März.
Beschreibung: Starker ansehnlicher Baum, mit oft bis 4 F. dickem, von schwärzlicher,innen blassgelber Rinde bekleidetem Stamm, dessen viele und weit sich ausbreitenden Aeste ei-nen starken Wipfel bilden; Blätter gegenständig, kurz gestielt, lederig, ganzrandig, rippig-aderig, auf beiden Flächen kahl und etwas glänzend, doch unten blasser; Blumen fast sit-zend an den Enden der Zweige; Kelchblättchen fleischig, rundlich, glatt, kahl, paarweisegegenübevslebend, die äusseren schmaler; Kronenblätter rundlich, stumpf, ausgebreitet,gelb, nach dem Grunde weisslich, über doppelt so lang als die Kelchblätter; Staubgefässein einer Reihe, kürzer als der Stengel, mit pfriemenförmigen, am Grunde verbundenen Staub-fäden, und rundlichen, zwei fächrigen, gelben Staubbeuteln; Fruchtkno ten rundlich, grün,furchig; Beere fast kugelig, gelb, von der Grösse einer kleinen Pomeranze; Saame schief-eiförmig, länglich, aussen gewölbt, innen zu einer stumpfen Kante zusammengedrückt, mitfleischiger, saftiger, gelber Saamendecke.
Off. Gutli s. Gummi Guttae. — Gummigutt, der an der Luft verdickte Saft desoben beschriebenen Baumes, bildet ein dichtes, sprödes, zerbrechliches, auf dem muschli-geu Bruche glänzendes, sonst matt aussehendes Gummiharz von aussen bräunlich - gelberFarbe, welche durch Reiben citronengelb, durch Anfeuchtung schön goldgelb wird. Es hatkeinen Geruch, aber einen süsslich-scharfen Geschmack. Es löst sich fast ganz in Wasser aufund bildet eine trübe Lösung, in Alcohol dagegen nur zum Theil und die Lösung bleibt hell.
Chemische Beschaffenheit: Das Gummigutt besteht nach Braconnot aus: 80 gelbemHarz, 19,5 löslichem Gummi und 0,5 Lnreinigkeiten; nach John aus: 89—90 Harz, 10,5 — 9,5gelhlichgrauem Harz und 0,5 Unreinigkeiten.
Nutzen: Bekannt ist der Gebrauch des Gummigutt als Farbe. Medicinisch wird esnur wenig angewendet da es ein scharfes drastisches Abführungsmittel ist, welches auch äus-serlich sehr erregend wirkt, daher auch in Pulverform auf böse Geschwüre in Indien gestreuetwird; soust aber innerlich nur in kleinen Gaben, bei Unterleibskrankheiten, Wassersuch-ten u. s. w., Anwendung gefunden hat.
Erklärung der Kupfertafel 142. Ein blühender Zweig in nat. Gr.: a) eine Blume, b) ein Stempel,
c) derselbe queer und d) längs geöffnet, alles vergr., e) eine Frucht, f) dieselbe aueer durch-schnitten und g) ein Saamen, alles in nat. Gr.
Gaiinpel's Abbild. II. J3d.