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2 (1833)
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Cambogia Gärtner

Garcinia Cambogia.

Syst. sex. Dodecandiia Monogynia. Syst. nat. Guttiferae Juss.

Char. s-m. Blumen gelrennten Geschlechts oder auch zugleich zwittrig; Kelch4bläürig; Krone 4blättrig, Leide unterständig; Staubgefässe 15 20, an der Basis zu-weilen verbunden; Staubbeutel eiförmig; Pistill einfach, mit einem 410 fächrigen Frucht-knoten, gekrönt von einer eben soviel strahligen sitzenden Narbe; Frucht eine 410 fäch-rige Beere, die Fächer einsaamig; Saamen mit Saamendecke; Cotyledonen dick, zusam-menhängend.

Char. specici: Blätter länglich-lanzettlich; Blumen einzeln endständig; Kronen-blätter gelb; Narbe 8 strahlig; Beere 8 furchig.

Synonyme: Garcinia Cambogia Desronsseau, Cambogia Gutta Linne, Mangostana Deutsche: Gutlibaurn, Gummiguttbaum.

Vaterland: Ostindien. Blüht im Februar und März.

Beschreibung: Starker ansehnlicher Baum, mit oft bis 4 F. dickem, von schwärzlicher,innen blassgelber Rinde bekleidetem Stamm, dessen viele und weit sich ausbreitenden Aeste ei-nen starken Wipfel bilden; Blätter gegenständig, kurz gestielt, lederig, ganzrandig, rippig-aderig, auf beiden Flächen kahl und etwas glänzend, doch unten blasser; Blumen fast sit-zend an den Enden der Zweige; Kelchblättchen fleischig, rundlich, glatt, kahl, paarweisegegenübevslebend, die äusseren schmaler; Kronenblätter rundlich, stumpf, ausgebreitet,gelb, nach dem Grunde weisslich, über doppelt so lang als die Kelchblätter; Staubgefässein einer Reihe, kürzer als der Stengel, mit pfriemenförmigen, am Grunde verbundenen Staub-fäden, und rundlichen, zwei fächrigen, gelben Staubbeuteln; Fruchtkno ten rundlich, grün,furchig; Beere fast kugelig, gelb, von der Grösse einer kleinen Pomeranze; Saame schief-eiförmig, länglich, aussen gewölbt, innen zu einer stumpfen Kante zusammengedrückt, mitfleischiger, saftiger, gelber Saamendecke.

Off. Gutli s. Gummi Guttae. Gummigutt, der an der Luft verdickte Saft desoben beschriebenen Baumes, bildet ein dichtes, sprödes, zerbrechliches, auf dem muschli-geu Bruche glänzendes, sonst matt aussehendes Gummiharz von aussen bräunlich - gelberFarbe, welche durch Reiben citronengelb, durch Anfeuchtung schön goldgelb wird. Es hatkeinen Geruch, aber einen süsslich-scharfen Geschmack. Es löst sich fast ganz in Wasser aufund bildet eine trübe Lösung, in Alcohol dagegen nur zum Theil und die Lösung bleibt hell.

Chemische Beschaffenheit: Das Gummigutt besteht nach Braconnot aus: 80 gelbemHarz, 19,5 löslichem Gummi und 0,5 Lnreinigkeiten; nach John aus: 8990 Harz, 10,5 9,5gelhlichgrauem Harz und 0,5 Unreinigkeiten.

Nutzen: Bekannt ist der Gebrauch des Gummigutt als Farbe. Medicinisch wird esnur wenig angewendet da es ein scharfes drastisches Abführungsmittel ist, welches auch äus-serlich sehr erregend wirkt, daher auch in Pulverform auf böse Geschwüre in Indien gestreuetwird; soust aber innerlich nur in kleinen Gaben, bei Unterleibskrankheiten, Wassersuch-ten u. s. w., Anwendung gefunden hat.

Erklärung der Kupfertafel 142. Ein blühender Zweig in nat. Gr.: a) eine Blume, b) ein Stempel,

c) derselbe queer und d) längs geöffnet, alles vergr., e) eine Frucht, f) dieselbe aueer durch-schnitten und g) ein Saamen, alles in nat. Gr.

Gaiinpel's Abbild. II. J3d.