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2 (1833)
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48
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wenig Apfel.säure, sehr viel Citronensüiire (ist nach Braconnot Weinsteinsäure), »WeinsteinSchwefels. Kali und Kalk, weder Scldeim noch Zucker.. Bei fortrückender Keife verschwindetdie Citronensäure und an deren Stelle treten: Traubenzucker, Seidehnzucker und ein wenigGummi. Geiger fand im Safte ganz unreifer doch ausgewachsener Weinbeeren: Weinsteiu-säure, Apfelsäure, Weinstein, schwefeis. Kalk, apfelsauren Kalk, Gallussäure, Gerbstoff, phos-pborsauren Kalk, eine Spur salzs. Kalk, Schleimzucker mit Extraclivstoff, keinen Gummi, trrü-nes Weichharz und Wachs und zur Fermentbildung tauglichen Stoff. Citronensäure konnteer nicht im Safte entdecken. Die Hülsen blauer Weintrauben bestehen nach INees v. Esen-beck d. j. aus: ilaribarz, Chlorophyll, Wachs, violettem Farbstoff innig mit braunem eisengrü-nendem Gerbstoff verbunden, gummigem Extractivstoff, Faser. Bei den säuerlichen Weinenist der Zucker durch die Gährung vollständig in Weingeist zersetzt, bei den süssen ist abernoch unzersetzler Zucker, es sind dies die Weine der wärmeren Länder, wie der Mallaga-Wein. Die rolhen Weine erhalten die Färbung durch den in der Beerenschaale enthaltenenFärbest off.

Nutzen: Die Benutzung der Weiubeere, theils im frischen, thei/s im getrocknetenZustande als Nahrungsmittel, so wie des aus ihnen gepressten und gegobrnon Saftes alsMost und Wein zum Getränk, ferner des daraus bereiteten Franzbranntweins und Weintessiirsist hinreichend und allgemein bekannt; auch der Gebrauch der "YY einrauken und unreifenWeintrauben beim Einmachen des Sauerkohls, so wie der Weinblätter zur Auflage auf mitSalz eingemachte Gurken, ferner als Unterlage und Verzierung für manche Speisen, Obst u.s. w. ist in vielen Gegenden gewöhnlich. In medicinischer Hinsicht wurden sonst die Thrä-nen (Lacrymae \itis), der im Frühjahr aus verwundeten Stellen ansfliessende wasserhelleSaft, welcher auch noch als Schönheitsmittel Anwendung findet, empfohlen; ferner die Ran-ken und Blätter und das aus ihnen bereitete Exiract gegen Knocheneiterimg und freiwilligesHinken. Wichtiger ist dagegen in diätetischer und medicinischer Hinsicht die Benutzungder verschiedenen Weinsorten als ein kräftiges, belebendes und restaurirendes Mittel bei al-len Erschöpfungs- und Schwächekrankheiten, bei allen Nervenkrankheiten, wo nicht Reizbar-keit des Blulsystems dessen Anwendung verbietet, bei Genesenden und alten Leuten, unddie Wirkung ist hier um so stärker, je edler der Wein und je weniger der Körper an denGebrauch desselben gewöhnt ist. Auch als Vehikel für andere Heilmittel dient der Wein,der so wie der Franzbranntwein auch äusserlich als Bad, Bähung mannigfaltige Anwendungfindet. Der Weinstein dient besonders im gereinigten Zustande als ein kühlendes, gelindes,abführendes Mittel, welches dem Magen nicht recht zusagt, aber für den Unterleib wohlthätigwirkt. Der YVeinessig wird als äusserliches und innerliches, so wie als Räuchermittel viel-fach angewendet Die Rosinen geben ein auflösendes und eröffnendes Brustmittel, so wiedie frischen reifen Beeren ein gleiches Unterleibsmittel sind, daher die Traubenkuren für Hy-pochondristen. Endlich können auch die Trebern oder ausgepressten Traubenhülsen zu Um-schlägen auf brandigen Geschwüren verwendet werden. Aus den Körnern lässt sich ein fet-tes Oel pressen.

Erklärung der Tafeln 140 u. 141. Taf. 140: Ein blühender Zweig; und eine Fruehtlravbe des mil-den Weins in nat. Gr., a) Blumenlcnospe des wilden, a* des eultivirten ff'eins, b) aufgebrocheneJihnne des wilden, b* des eultivirten ff'eins, c) dieselbe nach abgeirorfencr Krone vorn wildenund c* vom euUinirtcn ff'ein, d) Fruchtknoten rjueer, e) derselbe längs aufgeschnitten, allesvergr., f) Saamc von verschied. Seiten und durchschnitten in nat. Gr, Taf. 141. Eine Traubevom blauen ff'ein in nat. Gr., als Repräsentant des eultivirten f Peius.