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2 (1833)
Entstehung
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16
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giuien und Carolina

Synonyme: Aristolochia Serpentaria L. u. aller Autoren, Ai'lst., officinalis,Nees. v. Esenb. jun. *) Deutsche: Virginisclie Schlangenwurz, Schlangen-Osterluzei,Serpentarie.

Vaterland: In schattigen Wäldern des süd-östlichen Nord-Amerika, besonders in Vir-Blüht im Mai und Juni.

Beschreibung! Wurzel: ungleich dick, höckrig, fast wagerecht liegend, -J Z. oderetwas darüber lang, auf der untern Seile dicht mit sehr vielen fadenförmigen, senkrechtherabsteigenden, verschieden gebogenen etwas zasrigen Wurzclfasern besetzt. Stengel:ein oder mehrere, aufrecht, scbwacb, vielfach hin und hergebogen, fast einfach, sehr kahl,ungefähr spannenlang, unten Blumen, oben Biälter tragend. Blätter: kurz gestielt, fin-gerlang und darüber, ganzrandig, kahl oder schwach behaart, dreirippig fiederadrig, an derBalis immer etwas keilförmig, der Keil von den Seitennerven begrenzt, spitz, allmählig zuge-spitzt. Blumenstiele: lang, verschieden gebogen, dünn mit einem oder dem andern sehrkleinen und spitzigen Deckblättchen besetzt. Blumenhülle: dunkel-schlagblau, ins purpur-rothe fallend, klein und unansehnlich. Staubbeutel: G. Kapsel: kugelig, 6seitig, stumpf,wenig behaart.

Off: Radix Scrpentariae virginianae: Die Wurzel mit ihren Wurzelfa-sern getrocknet, von gelblich brauner oder schmutzig bräunlicher Farbe, muss von etwas ste-chendem bitterlichem aromatischem Geschmack und angenehm campherartigem Geruch sein.

Chemische Beschaffenheit: Buchholz fand in 1000 Theilen der Wurzel: aeth. Oel5,0; Weichharz 28,5; Seifenstoff 17,0; gummigen Extractivstoff 181,0; Pflanzenfaser 024.0;Wasser 144,5; Chevallier fand aeth. Oel mit dem Geruch der Wurzel, hartes Harz, gelbenExtraclivstoff; Slärkmehl, Holzfaser, Ey weiss loff, apfels. u. phosphors. Kalk, Eisen, Kiesel-erde; Peschier erhielt aus 100 Theilen einige Tropfen flüchtiges Oel; 0,875 fettes aroma-tisches Oel; 2,833 Harz; 3,123 Isolusin; ferner einen gelbfärbenden Stoff, eine gummöseSubstanz, Aepfelsäure und Phosphorsäure.

Nutzen: Ursprünglich als Mittel gegen den Biss giftiger Schlangen gepriesen, wardes bei Faulfiebern, Nervenfiebern, bösen Wechselfiebern, Nervenleiden, als ein Urin undSchweiss treibendes durchdringendes und flüchtiges Reizmittel berühmt, ist dagegen in neu-erer Zeit nur mehr bei adynamischen Fiebern, bei gesunkener Irritabilität, überhaupt wennkeine sogenannten gastrischen Unreinigkeiten vorhanden, in verschiedenen Fällen mit ent-schiedenem Nutzen angewendet.

Erklärung der Kupfertafel 114. Eine ganze Pflanze in nat. Gr. mit Blumen und Frucht, a) eine Blumelängs aufgeschnitten, b) die Frucht, c) und d) Samen ron verschiedenen Seiten; alles in nat. Gr.

IIB

Thymus Serpyllum.

Syst. sex. Didynamia Gymnospermia Syst. nat. Labialae Juss.

Char. gen. Kelch: unterständig, 2lippig; Oberlippe: 3zähnig; der Schlund:durch weisse Haare fast geschlossen; Blumenkrone: 2lippig; Oberlippe: ausgerandet;

*) Wir glauben nicht an die Differenz dieser Species, denn alles was wir bis jetzt sahen, gehört gewiss zu einerArt, und die Unterschiede sind nur nach einzelnen Exemplaren angegeben, was misslich, besonders wenn die Ver-gleicbungen nur mit mangelhaften, und unter sich nicht übereinstimmenden Abbildungen geschah.