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Chemische Beschaffenheit: Eine chemische Zerlegung der Krausemünze ist nichtbekannt, der wichtige wirksame Theil ist das darin enthaltene flüchtige Oel, welches zuden sauerstoffhaltigen aetherischen gehört.
Nutzen: Die Krausemünze dient mit ihren Präparaten, innerlich genommen, als einkrampflinderndes, blähungtreibendes, flüchtig reizendes Mittel, und wird äusserlich auchnoch als zertheilendes Mittel benutzt.
Erklärung der Kupfertafel 10S. Eine blühende Spitze der Pflanze in nai. Gr. a) eine Blume, b) die
Blumenkrone längs aufgeschnitten, c) ein Staubgef'äss, d) das Pistill, alles vergr.
Mentha crispata.
Syst. sex. Didynamia Gymnospermia — Syst. nat. Labiatae Juss.
Char. gen: S. bei Mentha crispa.
Char. speciei: Stengel: kahl; Blätter: fast sitzend, eiförmig, lang gesägt, ge-wellt-kraus, etwas runzlich und kahl, Blumen: in Scheinquirlen, welche an den Endender Zweige lange spitze Schweife bilden, welche, unten unterbrochen, oben zusammenflies-sen; Kelche: fast kahl, mit gewimperten Zähnen.
Synonyme: Mentha crispata Schrader und der Autoren. — Deutsche: Krause-Münze.
Vaterland: Unbekannt, wie die M. crispa eine Gartenpflanze und wie sie wohlnur eine monströse Blatt-Varietät irgend einer andern einheimischen Münze, durch Culturerhalten. Blüht Mitte des Sommers.
Beschreibung: Diese Krausemünze ist von der ächten nur verschieden: durch et-was höhern Wuchs, weniger rundliche minder krause Blätter, fehlende Behaarung, längerezugespitzte Blumenschweife (bei jener mehr abgerundete Köpfe, oder kopfförmige Aehren),mehr bläuliche Blumenkröne und die Krone überragende Staubgefässe mit blauen Staubbeuteln.
Off: Ebenso wie bei M. crispa; auch ihre
Chemische Beschaffenheit: so wie ihr
Nutzen: stimmt ganz mit dem der M. crispa überein.
Erklärung der Kupfertafel 109. Der brüllende obere Theil der Pflanze in nat. Gr. a) eine ganze Blume,b) eine Blumenkröne längs aufgeschlitzt, c) ein Staubgefäss, d) das Pistill, sämmllich vergrössert.
Mentha piperita.
Syst. sex. Didynamia Gymnospermia — Syst. nat. Labiatae Juss.
Char. gen: S. b. Mentha crispa
Char. speciei: Stengel: wenig behaart; Blätter: gestielt, schmal oder breit-eiförmig, scharf gesägt, spitz, fast kahl; Blumen: in Scheinquirlen, welche an den Endender Zweige längliche Köpfe oder kurze stumpfe unten unterbrochene Schweife bilden;Kelch: kahl, mit gewimperten Zähnen.