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(Jhar. speciei: Holzige dicke Wurzel, Stengel: aufrecht gabeli*--ästig; Blatter: gedreit, stengelständige sitzend; Blättchen: oval-lanzett-lich, eingeschnitten gesägt; Nebenblätter: 2—6spaltig; Blumen- ein-zeln, astachsel-, gegenblatt- und endständig.
Abänderungen: Die Blum entheile sind zuweilen 5zählig DieStengel sind zum Theil liegend, die Stengelblätter werden kurzgestielt.
Synonyme: Tormentilla erecta'L. u. vieler Autoren; Potentilla,Tormentilla Schrank, Nestler; Potentilla tetrapetala Hall.fi!., Tormentillaofficmabs Smith. — Deutsche: Tormentille, Blut-, Heil-, Ruhr-, Rotk-Jh'rk-, Nabel würz, Heidekern, Rothgurzel u. s. w.
Vaterland: Auf trocknen oder etwas feuchten, begrasten Stellengrösserer und kleinerer Wälder, besonders um Sümpfe oder nasse Stellenin denselben häufiger: fast durch ganz Europa, mit Ausnahme der südlich-sten und nördlichsten Gegenden. Blüht den grössten Theil des Sommershindurch.
Beschreibung: Wurzel: dick, holzig, fast horizontal liegend, beinahecylindrisch, ungefähr fingersdick, verschiedenartig, aber nicht stark gebogen,mit vielen starken Wurzelfasern versehen, äusserlich dunkel- fast schwarz-braun, innen gelblich, mit einem röthlichen, verschied enstr ahligen Stern, ein-oder mehrköplig, im letztern Falle dann nach oben ästig; Stengel: mehrereaus einer Wurzel, aufrecht, oder aufsteigend, selbst grösstentheils niederge-streckt, gabelig-ästig, fingers- oder spannenlang, rund, von angedrücktenHaaren etwas weichhaarig; Blätter: gedreit, eingeschnitten gesägt, be-sonders auf der untern Seite von angedrückten Haaren weichhaarig, diewurzelständigen lang gestielt, mit breitern kürzern Blättchen, die stengel-ständigen sitzend oder kurz gestielt, mit schmalen Blättchen; Nebenblät-ter: mit linealisch-lanzettlichen Einschnitten, kürzer als die Blätter, sonstihnen ähnlich; Blumenstiele: fast fadig, angedrückt-behaart; BJumen;klein, gelb; Kelch: angedrückt-behaart; Kelchzipfel: eiförmig, zuge-spitzt; Deckblättchen des Kelchs: länger als jene, ianzettlich; Blu-menblätter: umgekehrt eiförmig, keilförmig, ausgerandet, fast umgekehrt-herzförmig, kaum länger als der Kelch; Staubgefässe: kürzer als derKelch, gelb, mit rundlichen Staubbeuteln; Achaenien: fast eiförmig.
OJJ'.' Radix Tormentillae. — Die Wurzel muss im Früjahr getrock-net werden, sie hat fast keinen Geruch, aber einen sehr zusammenziehen-den Geschmack.
Chemische Beschaffenheit: Eine genaue Analyse dieser Pflanze u.der Wurzel ist nicht bekannt, sie enthält nach Pfaff viel eisengrünendenGerbstoff, ausserdem auch einen Farbestoff, ferner haben einige ChemikerEllagsäure daraus dargestellt.
Nutzen: Die Tormentillwurze] dient als ein adstringirendes Mit-
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