140
verschiedenen Stämmen, oder in einer Feige, und* dann wenige männ-liche bei der Endöffnung, die übrigen weiblich; Staubbeutel: gedop-pelt; Griffet: einfach, oder oben zweitheilig mit spitzen Narben.
Off: Caricae. — Die getrockneten Feigen, welche aus dem südli-chen Europa oder Kleinasien zu uns kommen, man wählt besonders die"weichen, wenig klebrigen, sehr süssen und etwas durchscheinenden aus.
Chemische Beschaffenheit: Die Feigen scheinen besonders Schleim-und Zuckerstoff, vielleicht auch einen reizenden Stoff zu besitzen, eineAnalyse derselben ist nicht vorhanden, wohl aber des Milchsaftes derPflanze, welcher aber bei der reifen Feige nicht mehr vorhanden ist.
Nutzen: Die Feigen werden frisch und getrocknet als ein Nah-rungsmittel benutzt, und dienen in der Medicin innerlich als ein nähren-des, einhüllendes und erschlaffendes Mittel, äusserlich. in Umschlägen zurZeitigung oder Beseitigung von Anschwellungen und Abscessen, beson-ders des Mundes und Schlundes.
Erklärung der Kupfertafel 69. Ein Zweig des Gewächses in nat. Gr., a) eine Feigein nat. Gr. durchgeschnitten, um die Lage ■ der Blumen zu zeigen, b) einige weib-liche derselben vergr., und c) d) noch mehr vergr., e) eine Frucht in nat. Gr.,f) dieselbe der Lange nach aufgeschnitten u. vergr., g) einige Steine in nat, Gr.,li) ein solcher vergr. und i) halb von seiner äussern Bedeckung befreit..
Citrus medica«
Syst. sex. Polyadelpliia Icosandria. —• Syst. nat. Aurantiaceae Corr.
Char. gen: Blumen: meist mit 5zähligen Theilen; Kelch: becher-förmig, 3-—5spaltig; Blumenblätter: 5—8; Staubgefässe: 20—60;Staubfäden: zusammengedrückt, mehr oder weniger in mehrere-Bündelan der Basis zusammenhängend-; Staubbeutel: länglich; Griffel: rund;Narbe: halbkeglich; Frucht: beerenartig (Pomeranzenfrucht) mit leder-artig-fleischiger Rinde, 7—12fächrig; Fächer: vielsaamig, erfüllt mit Saftin Bläschen; Saamenhaut: häutig; Oehrchen der Cotyledonen:sehr kurz.
Char. speciei: Blattstiele: nackt oder schmal gerandet; Blätter:länglich, spitz, ganzrandig oder gezähnt; Kronenblätter: aussen gefärbt;Früchte: länglich, mit vorstehender Endwarze und sehr sauerem odersäuerlichem Saft.
Abänderungen: Zwei Hauptformen giebt es unter der Citrus me-dica L., welche mehrere als Arten betrachten, nämlich 1) Citrus JLi-inoiium Risso: Zweige: lang, ruthenartig; Blattstiele; schmal geran-det: