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alba minor Rumph. — Deutsche: Cajeputbaum, Cajeput-Melaleuke. __
Malayische: Cajuputi, Dann Kitzjil und Kajn-Kilan.
Vaterland: Die Moluckischen Inseln, von wo er nach dem indi-schen Festlande gebracht und kultivirt wird.
Beschreibung: Baum: von 20 — 30 F. Höhe; Stamm: ziemlichaufrecht, aber schief und verhältnissmässig dünn; Rinde: von licht- oderweissgrauer Farbe, weich, dick und schwammig, vollkommen glatt, dieäussere Schicht in dünnen Lappen abschälend, die innere in zahlloseSchichten trennbar; Zweige: zerstreut, mit den dünnern Aestchen oftherabhängend, rund und glatt; junge Schö-sse: seidenhaarig; Blätter:jung seidenhaarig, ausgewachsen kahl, dunkelgrün, oft leicht sichelförmig,3—5 Z. lang, £—f Z. breit; Aehren: an den Spitzen und aus den letz-ten Achseln, zuerst mit einem schuppigen Kegel, dann mit einem beblät-terten ZAveige an ihrer Spitze; Deckblätter: einzeln, seidenhaarig, abfal-lend; Blumen: zu dreien sitzend, klein, weiss, geruchlos; Kelch: becher-förmig, seidenhaarig; Randeinschnitte: halbmondförmig abfallend; Kro-nenblätter: kreisrund, kurz-genagelt, weiss, viel grösser als der Kelch-rand; Staubfäden: 30—40 an der Basis in 5 Bündel verwachsen,3—4mal länger als die Blumenkrone, und mit dieser auf dem zottigenKelche angewachsen; Staubbeutel: ei-herzförmig mit einer gelben Drüsean der Spitze; Griffel: eher länger als die Staubgefässe; Narbe: un-deutlich- 3lappig; Kapsel: vollständig umschlossen von dem bleibenden,dicklleischigen, höckrigen Kelche, 3lappig, 3fächrig, 3klappig; Klappen:dünn, steif und elastisch, von der Spitze sich öffnend, in der Mitte dieScheidewand tragend; Saamenträger: dreieckig, dünn, flach, im Innen-winkel der Fächer; Saamen: zahlreich, regelmässig keilförmig.
Off.: Oleum Cajeputi.— Das Cajeputöl wird auf den Moluckenaus den Blättern des Cajeputbaums durch Destillation gewonnen, indemman jene frisch mit Wasser in kupfernen Gefässen über Feuer bringt.Es ist ein aetherisches, grünes oder gelbliches, dünnflüssiges Oel, vonstark aromatischem, campfer- u. terpenthin-artigem Geruch, scharfem aro-matischem Geschmack; oft soll es Kupfer enthalten. Rectihcirt wird esfarblos. Spec. Gen. == 0 ; 926 (bei + 9° R. == 0.978).
VerLuechslungen: Man bereitet fälschlich ein künstliches Cajeputöldurch Destillation von Rosmarinöl mit Cardamomen und Kampfer, oderindem man in Terpenthin-, Rosmarin- oder Sevenbaumöl Campher auf-löst und dies mit dem Harz von Achillea Millefolium grün färbt.
Chemische Beschaffenheit: Das Cajeputöl gehört zu den sauer-stoffhaltigen flüchtigen und aromatischen Oelen. Mit Wasser destillirt,verliert es die grüne Farbe, welche einige einem Gehalt von Kupfer zu-schreiben, wird farblos oder gelblich, und lässt ein Harz zurück, welchesAmmoniak blau färbt