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Abänderungen: Man hndet 2 Formen, bei der einen ist der Blü-thenstengel kürzer (altifolius) bei der andern langer (humilifolius) alsdie Wurzelblätter.
Synonyme: Helleboras niger L. u, aller Schriftsteller. — Deut-sche: Christwurz, schwarze Nieswurz, Winterrose, Weihnachtsrose u.s.w.
Vaterland: In schattigen Wäldern, auf Bergen und Voralpen: ineinem Theil des südlichen Deutschlands, in der Schweiz, Oestreich, Frank-reich und Oberitalien. Blüht um Weihnachten oder später, zuweilen beiuns in Gärten noch einmal im Sommer.
Beschreibung: Wurzel: vielköpfig, kurz, mit vielen starken senk-recht-herabsteigenden Wurzelfasern, schwärzlich, ausdauernd: Stengel:rund, kahl wie die ganze Pilanze, 1 oder 2blumig, in der Mitte oder andem Theilungspunkt mit einer breiten, eiförmigen, grünen, blattartigenSchuppe (Blattstielbasis, zuweilen mit dem Rudiment der Platte) verse-hen, näher unter der Blume 2 ähnliche, wechselnd stehende Schuppen;Blätter: wurzelständig, gestielt, fussförmig, 7—9theilig, die Theile bisauf die aussersten kurz gestielt, lanzettförmig, nach oben hin scharf ge-sägt, lederartig, am Rande schwach umgebogen, oben dunkelgrün, glän-zend, unten blasser und matter; Blattstiele: von verschiedener Länge,nach der Basis verbreitert, mit der Basis scheidenartig umfassend* Kelch-blätter: blumenblattartig, weiss mit rosiger Färbung, concav; Blumen-blätter: gelblich-grün, eine unten engere Röhre, mit oben ungleicher,fast 2-hppiger Mündung, die Lippen gekerbt, die äussere länger als dieinnere* Staubfäden: fadenförmig, mit ovalen Staubbeuteln; Stempel:
■£ __10, länglich, zusammengedrückt, mit pfriemlichem Griffel, innen mit
Öngsfürchen; Kapseln: vom bleibenden Kelche umgeben, länglich zu-sammengedrückt, mit dem bleibenden Griffel versehen, mit scharf vortre-tenden Nähten, an der Basis verbunden, mit der Innennaht aufspringend;Saamen braun, eiförmig, mit daran herablaufendem weisslichem Nabelwulst.
Off: Radix Hellebori nigri. — Praep. Extractum Hellebori ni-nri. Die Wurzel ausgegraben, gereinigt und getrocknet: sie soll nachder Pharmacopöe kurz; cücklich und höckerig seyn, mit sehr vielen, sehrlangen Wurzelfasern, die am Grunde fast eine Linie dick sind, und einebraunschwärzliche Oberhaut, eine dickliche weisse Rinde, und ein dün-nes Holz aus Bündeln bestehend, haben.
Jenuechslungen: Die Wurzeln anderer Helleborus-Arten, welchehäufiger vorkommen, namentlich von H. viridis u. foetidus, ferner dievon Adonis vernalis, Trollius europaeus, Actaea spicata, ilstrantia majorund Aconitum Napellus werden häufig statt der schwarzen Nieswurz ge-sammelt, welche sich nach der Pharmacopöe durch Länge, Dicke undMenfe der Wurzelfasern und durch nicht scharfen Geschmack unterschei-den soll Andere sind der Meinung, dass grade die schwarz« Nieswurz