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1 (1830)
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126
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Char. speciei: Blätter: eiförmig, spitz, sägezähnig; Blumen: ineinfachen sitzenden Doldentrauben; Blumenblätter: flach, ausgebreitet*Griffel: 5, am Grunde etwas verwachsen, kahl; Apfelfrucht: amGrunde genabelt.

Abänderungen: Es giebt 2 Hauptformen des Apfels, den süssenund den sauren oder herben, welcher letztere von Jugend auf kahle Blät-ter und Kelchröhre hat, welche Theile sich bei dem andern mit feiner Wolleüberzogen zeigen; bei beiden Hauptformen, welche man auch als Artenunterschieden hat, als Pyrus acerba (oder austera) und Pyrus Malus, zeigtsich eine wilde stachelige Grundform (sylvestris) mit kleinern unschmack-haften Früchten und eine zahme stachellose mit saftigen, grössern ver-edelten Früchten (hortensis) und von dieser Gartenform giebt es unzäh-lige Spielarten in Rücksicht auf Gestalt, Färbung und Geschmack derFrüchte.

Synonyme: Pyrus Malus L. und der Autoren. Deutsche: Ap-felbaum, mit unzähligen verschiedenen Benennungen nach Verschieden-heit der Spielarten.

Vaterland: Fast durch ganz Europa, mit Ausnahme der nördlich-sten Gegenden, so wie in Kleinasien, findet man den Apfelbaum kultivirtund hier und da in Wäldern und auf den Feldmarken einzeln wild oderverwildert. Blüht im Anfang des Frühlings.

Beschreibung: Ein starker Baum, zuweilen nur ein Strauch, mitrauher, aufgerissener Rinde an den altern; mit glatter, bräunlich-grauer,zerstreut gelblich-grau punktirter, an den Jüngern Zweigen. Die jähri-gen Triebe mehr oder weniger weiss-iilzig. Blätter: gestielt, zerstreut,länglich-eiförmig, zugespitzt, am Rande mit einwärts gebogenen stachel-spitzigen Sägezähnen, auf beiden Seiten kahl, oder unten stärker oderschwächer weiss-filzig und oben fast kahl; Blattstiele: weiss-behaartoben gerinnt; Nebenblätter: fadenförmig, roth, leicht behaart, hinfälligeBlumen: in endständigen, sitzenden, wenigblumigen Dolden*, Blumen-stiele: behaart, mit 1 2 kleinen, schmal-linienSörmigen Deckblättchen;Kelch: innen behaart, aussen kahl oder weiss-iilzig; Blumenblätter:kurz, genagelt, gross, innen weiss aussen rosenroth; Staubfäden: kür-zer als die Blumenkrone, ungleich, fast fadenförmig, kahl; Griffel: 5,von der Länge der kurzen Staubfäden; Frucht: ein mehr rundlicherApfel, oben, und besonders unten eingedrückt genabelt.

Off: Poma acidula Praep. Extractum ferri pomatum. Nachder Pharmacopöe haben diejenigen sauern Aepfel den Vorzug, welcheunter dem Namen der Rostocker oder Stettiner bekannt sind, es ist diesein grosser, platter Apfel von rother oder gelber Farbe, saftreichem, fes-tem Fleisch, und weinsaurem Geschmack.