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Off: Sambuci ^ flores — Sambuci succus baccarum inspissatus cru-dus s. Roob Sambuci.— Praep. Aqua Sambuci — Succus baccarum Sam-buci inspissatus depuratus s. Roob Sambuci depuratum. — Die Blumenwerden getrocknet aufbewahrt, sie zeigen dann eine schmutzig-gelbeFarbe, verlieren aber je älter desto mehr den eigenthümlichen etwas' be-täubenden Geruch. Das Fliedermus wird durch Einkochen des Saftesder reifen Beeren erhalten, es darf weder brenzlich noch zu sauer schmek-ken, auch keine Spuren von Kupfer zeigen.
Chemische Beschaffenheit: Die Blumen enthalten nach Eliason:ein eigenthümliches krystallinisches flüchtiges Oel; Harz; stickstoffhalti-
fen Extractivstoff; eine eigene Art thierisch-vegetablischen Stoff mit na-elförmigen Krystallen innig gemengt; Schwefel; apfelsauren, schwefelsau-ren und phosphorsauren Kalk, kohlensaure Magnesia, apfelsaures, salz-saures und schwefelsaures Kali, nebst Pflanzeneiweiss und Pflanzenschleim.Die Saamen enthalten ein gelbliches dickes Oel. Eine Analyse der Beeregiebt es nicht.
Nutzen: Die Fliederblumen und das Fliedermus sind allgemeinbekannte schweisstreibende Mittel, das letztere wirkt in grössern Gabenauch abführend; äusserlich dienen die Fliederblumen als ein gelinde rei-zendes zertheilendes Mittel. Aber auch zu Speisen werden die frischenBlumen angewendet, bei Fliedermilch und Fliederkuchen, auch die Bee-ren werden mit zum Pflaumenmus gethan. Das Holz wird mit höheremAlter fest und zähe, und lässt sich zu allerhand kleinen Arbeiten verbrau-chen, doch muss es gehörig austrocknen damit es nicht reisst. Blätterund Rinde dienen an manchen Orten zum Färben, die Blumen geben denBienen Nahrung, und selbst das Mark der Jüngern Zweige wird zu man-cherlei Zwecken benutzt.
Erklärung der Kupfertafel 57. Ein blühender Zweig in nat. Gr., a) eine vollstän-dige Blume, b) der Kelch mit dem Pistill, c) die Blumenh-one nebst Staubge-fässen d) ein Staubgefäss, alles mehr oder weniger vergr., e) einige Beeren innat. Gr., f) eine Beere queer und g) eine längs durchschnitten, und h) ein Saamein nat. Gr., i) derselbe queer, und k) längs aufgeschnitten.
Arbutus uva ursi.
Syst. sex. Octandria Monogynia. — Syst. nat. Ericfneae Rieh.
Char. gen: Blume: unterständig; Kelch: 5theilig; Blumen-krone: verwachsenblättrig, öspaltig; Staubgefässe: 10, eingeschlossen,