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Synonyme: Convallaria majalis, L. und aller Autoren, Lilium con-vallium, der alten Schriftsteller— Deutsche: Maiblumen, Maiglöckchen,Thallielie, Liljen Convaljen, Zauken, Zautschen u. s. w.
Vaterland: An schattigen humusreichen etwas feuchten Stellenbesonders der Laubholzwälder: in Deutschland, Schweden, England, Frank-reich, der Schweiz und Russland. Blüht im Mai und Anfang Juni.
Beschreibung: Wurzel: horizontal, Ausläufer treibend, dadurchkriechend, mit vielen Wurzelfasern, blassbraun; Stengel: kahl, wie dieganze Pflanze, seitwärts von den Blättern aus der Wurzel hervortretend,mit ihnen von weissen, häutigen, einander scheidig umfassenden, spitzenoder stumpfen Schuppen umgeben, unvollkommen, dreikantig, etwas ge-dreht, nach oben eine einseitige, deckblätrige Traube bildend; Blätter:zu 2 — 3 aus der Wurzel tretend, mit den scheidigen Blattstielen einan-der umfassend, oben dunkelgrün, unten blasser, etwas leuchtend, vielner-vig; Blumen: wohlriechend, Rand sechs-spaltig, mit zurückgekrümmten,stumpfen Zipfeln; Staubfäden: pfriemlich, mit pfeilförmigen Staubbeu-teln, kürzer als die Krone; Fruchtknoten: kuglig, mit rundem, einfa-chem, bleibendem Griffel, und undeutlich 3lappiger Narbe; Beere: kuglig,durch den Griffel stachelspitzig, hochroth; Sa amen: rundlich-dreieckig,gelblich.
Off: Convallariae majalis s. Dilionim convallium flores. — "Die Blu-men eben aufgeblüht, werden abgepflückt und getrocknet.
Chemische Beschaffenheit: Ist unbekannt, da es an einer Analysefehlt, der starke Geruch den die Blumen frisch besitzen scheint von demätherischen Oel herzukommen, welches jedoch bei der Destillation nurin sehr geringen Quantitäten gewonnen wird.
Nutzen: Jetzt werden nur noch die trockenen Blumen gepulvertals ein Niesmittel benutzt (im Pulvis sternutatorius), sonst brauchte mandas über die frischen Blumen abgezogene Wasser, den Essig, u. s. w. alsnerven- und herzstärkende Mittel. Das Extract soll aber stark abführendwirken. Als wohlriechende Frühlingsblume wird diese Pflanze in Gärtengezogen und in Töpfen getrieben.
Erklärung der Kupfertafel 53. Eine blühende Pflanze in nat. Gr., a) eine Blumeaufgeschlitzt, und h) ein Staubgefäss vergr., c) ein Theil des Stengels mit rei-fer Beere in nat. Gr., d) eine Beere halb durchgeschnitten und e) ein Saamen\alles in nat. Gr.