Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
110
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

110

und auf den Azoren, hier und da auch an diesen Orten verwildert. Blühtbei uns im Sommer.

Beschreibung: Strauch aufrecht, vielästig; Aeste ziemlich kahl,sehr zerstreut mit Drüsen und nebst den allgemeinen Blattstielen mitgleich grossen starken hakenförmigen zerstreut - stehenden Dornen be-setzt; Blattstiele: weichhaarig, drüsig und dornig; Blättchen in 23 Paaren nebst Unpaarem, fast sitzend, eiförmig-elliptisch, zugespitzt, ein-fach scharf gesägt, oben kahl matt, unten blaugrün und an den vortreten-den Nerven feinhaarig und drüsig; Nebenblätter: schmal, mit demBlattstiel verwachsen, mit freien schmal und lang zugespitzten Enden,drüsig-gewimpert, unten weichhaarig; Traubendolden: einfach oderzusammengesetzt, viel- (5 20 und mehr-) blumig, endständig, mit weich-haariger und drüsiger Verästelung, an deren Basis linealische zugespitzteabfallende weichhaarige und drüsige Deckblätter sich befinden; Kelch:weichhaarig, unbewehrt, mit schmal-eiförmiger Röhre und langen zuge-spitzten einfachen oder leicht zusammengesetzten zurückgeschlagenenspäter meist abfallenden Zipfeln; Blumenblätter: rein weiss mit schwa-chem Moschusgeruch, fast ganzrandig, ausgebreitet und etwas convex.Staubgefässe 80 85 sehr schnell abfallend; Ovarien 20, mit haarigen ineine lange dünne Säule vereinten G riffeln y Fruclxi; klein, xoth.

Off: Oleum Rosae. Praep. Spiritus Rosarum. Das Rosenölkommt aus dem Oriente zu uns, es wird dort aus den Blumenblätterndurch Destillation bereitet, oder durch Aufschichten der Rosenblätter miteinem fetten Saamen, welcher dann ausgepresst wird, oder durch Aus-setzen von zusammengeschichteten mit Wasser übergossenen Rosenblätternan die Sonne. Doch erhält man auch aus den Blättern der Blumen vonR. Centifolia und sempervirens selbst bei uns eine geringe Quantität Ro-senöl von geringerer Güte.

Chemische Beschaffenheit: Das Rosenöl ist farblos oder gelblichweiss, von sehr starkem Rosengeruch, mildem süsslichem Geruch, es schmilzterst bei 29 30 Gr. und hat bei niederen Wärmegraden eine mehr undmehr butterartige und feste Consistenz. Es besteht aus zwei Oelen, einembei gewöhnlicher Temperatur festen (Stearopten) und einem flüssigen(Elaeopten).

Nutzen: Das Rosenöl wird vorzüglich zur Bereitung von Parfü-merien angewendet, in der Medicin verfertigt man von demselben denRosenspiritus, und auch das Rosenwasser ist eine Verbindung dieses Oelsmit Wasser; alles dieses sind Mittel, welche eine nervenerregende Krafthaben.

Erklärung der Kupfertafel 50. Ein blühender Zweig in nat. Gr., a) der Kelch der

Länge nach durchgeschnitten in nat. Gr. } h) ein Pistill vergr.