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und auf den Azoren, hier und da auch an diesen Orten verwildert. Blühtbei uns im Sommer.
Beschreibung: Strauch aufrecht, vielästig; Aeste ziemlich kahl,sehr zerstreut mit Drüsen und nebst den allgemeinen Blattstielen mitgleich grossen starken hakenförmigen zerstreut - stehenden Dornen be-setzt; Blattstiele: weichhaarig, drüsig und dornig; Blättchen in 2 —3 Paaren nebst Unpaarem, fast sitzend, eiförmig-elliptisch, zugespitzt, ein-fach scharf gesägt, oben kahl matt, unten blaugrün und an den vortreten-den Nerven feinhaarig und drüsig; Nebenblätter: schmal, mit demBlattstiel verwachsen, mit freien schmal und lang zugespitzten Enden,drüsig-gewimpert, unten weichhaarig; Traubendolden: einfach oderzusammengesetzt, viel- (5 — 20 und mehr-) blumig, endständig, mit weich-haariger und drüsiger Verästelung, an deren Basis linealische zugespitzteabfallende weichhaarige und drüsige Deckblätter sich befinden; Kelch:weichhaarig, unbewehrt, mit schmal-eiförmiger Röhre und langen zuge-spitzten einfachen oder leicht zusammengesetzten zurückgeschlagenenspäter meist abfallenden Zipfeln; Blumenblätter: rein weiss mit schwa-chem Moschusgeruch, fast ganzrandig, ausgebreitet und etwas convex.Staubgefässe 80 — 85 sehr schnell abfallend; Ovarien 20, mit haarigen ineine lange dünne Säule vereinten G riffeln y Fruclxi; klein, xoth.
Off: Oleum Rosae. — Praep. Spiritus Rosarum. — Das Rosenölkommt aus dem Oriente zu uns, es wird dort aus den Blumenblätterndurch Destillation bereitet, oder durch Aufschichten der Rosenblätter miteinem fetten Saamen, welcher dann ausgepresst wird, oder durch Aus-setzen von zusammengeschichteten mit Wasser übergossenen Rosenblätternan die Sonne. Doch erhält man auch aus den Blättern der Blumen vonR. Centifolia und sempervirens selbst bei uns eine geringe Quantität Ro-senöl von geringerer Güte.
Chemische Beschaffenheit: Das Rosenöl ist farblos oder gelblichweiss, von sehr starkem Rosengeruch, mildem süsslichem Geruch, es schmilzterst bei 29 — 30 Gr. und hat bei niederen Wärmegraden eine mehr undmehr butterartige und feste Consistenz. Es besteht aus zwei Oelen, einembei gewöhnlicher Temperatur festen (Stearopten) und einem flüssigen(Elaeopten).
Nutzen: Das Rosenöl wird vorzüglich zur Bereitung von Parfü-merien angewendet, in der Medicin verfertigt man von demselben denRosenspiritus, und auch das Rosenwasser ist eine Verbindung dieses Oelsmit Wasser; alles dieses sind Mittel, welche eine nervenerregende Krafthaben.
Erklärung der Kupfertafel 50. Ein blühender Zweig in nat. Gr., a) der Kelch der
Länge nach durchgeschnitten in nat. Gr. } h) ein Pistill vergr.