Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
73
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

die Kelche, vielblumig; Blumen gewirtelt-ährig; Kelch eiförmig, filzig,doppelt kürzer als die Kronenröhre, Zähne undeutlich mit eiförmigemAnhange.

Abänderungen: Aendert wie L. Spica mit breitern und schmälernBlättern, blauen und weissen Blumen ab.

Synonyme: Lavandula Spica & angustifolia L. und vieler Autoren,L. vera DC, angustifolia J. Bauh. Deutsche: Lavendel, Spike,schmalblättrige Spike.

Vaterland: Auf unfruchtbaren Hügeln und Abhängen im mittägli-chen Europa und in Nordafrika, zwischen dem 40sten und 46sten Gr. N.Br.: in Südfrankreich, Oberitalien, Corsica, in der Schweiz und am At-las; blüht im Mai und Juni, wird häufig in Gärten gezogen bis zum57sten und bis zum 14ten Gr. N. Br.

Beschreibung: Von der vorigen Art unterschieden; durch etwas hö-hern Wuchs, geringere Behaarung, schmalere nie spatelförmig-erwei-terte Blätter, längere und öfter unterbrochene Blumenähre, durch brei-tere rautenförmige Deckblätter, mehr filzigen Kelch, etwas grössere,Krone u. s. w.

Off: Flores Lavandulae. Praep. Spiritus Lavandulae. Daman die Blumen hier viel leichter und häufiger haben kann, als die derL. Spica, so werden sie auch häufig angewendet und vorräthig gehalten,sie sind angenehmer von Geruch als die der L. Spica.

Chemische Beschaffenheit: Es gilt hier alles, was von der vori-gen Art gesagt ist, nur ist das ächte Lavendelöl, welches diese Pflanzeliefert, hellgelb, dünnflüssig, flüchtig, von scharfem und brennendem Ge-schmack, angenehmem Lavendelgeruch und einem spec. Gew. von 0,936.Es wird häufig verfälscht.

Nutzen: Die Blumen werden wie die der vorigen Art benutzt; dasLavendelöl aber besonders zu Parfümerien.

Erklärung der Kupfertafel 41. Ein Theil der blühenden Pflanze in nat. Gr., a) b)Deckblätter in nat. Gr., c) ein Deckblatt vergr., d) eine Blume, e) der Kelchaufgeschnitten, f) der Stempel auf dem Fruchtträger, g) ein Staubgefäss, h) einAchaenium', alles vergr ossert.