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Krone: rachenförmig, 2lippig, kaum weichhaarig; die Röhre länger alsder Kelch, nach dem Schlünde erweitert und zusammengedrückt, innenüber dem Grunde mit einem zottigen Gürtel. Oberlippe: sichelförmiggewölbt, ausgerandet. Unterlippe: 3Iappig, herabgebogen, Mittellappenam grössten, ausgerandet, die seitlichen schief eiförmig, spitz. Staub-fäden: unter den Einschnitten der Unterlippe entspringend, nach innengekehrt, kahl, auf ihnen queer eingelenkt der fadenförmige halbzirkel-förmige Staubbeutelträger, der auf jeder Spitze ein Beutelfach trägt, vondenen das untere nicht ganz ausgebildet ist. Pistill: lang, aus der Ober-lippe vorragend, fadenförmig, kahl, an der Spitze 2theilig, 2 spitze Nar-ben tragend. Fruchtboden: drüsig, fast becherartig. Achaenien:vier, eiförmig-rundlich, glatt und braun. — Die Kelche und Deckblättersind meist zum Theil purpurrothbraun gefärbt.
Off': Herba Salviae. — Die Blätter werden im Sommer, wenn sieihre grösste Entwickelung erlangt haben, abgepflückt und getrocknet.Sie sind von bitterlichem, eigenthümlich gewürzhaftem Geschmack und ha-ben, besonders gerieben, einen eigenthümlichen gewürzhaften Geruch.
Chemische Beschaffenheit: Die Blätter enthalten nach Ilisch: eineigenthümliches aether. Oel, Gummi, grünes Harz, Extractiv-, Gerb-und Eiweissstoff, thierisch-vegetabilische stickstoffhaltige Substanz, Sal-peter, freie Apfelsäure und Holzfaser. Das aether. Oel von hiesigenPflanzen vertrocknete zu einer harzigen Masse ohne Kampferabsatz, dasspanische dagegen lässt ^ —J Kampfer nach dem Verdunsten zurück.
Nutzen: In der Haushaltung werden die Blätter als Gewürz anSpeisen benutzt, in der Medicin als ein gewürzhaftes, erhitzendes undreizendes Mittel, besonders bei Krankheiten von Atonie der Theile derMundhöhle und des Schlundes, so wie gegen profuse erschöpfendeSchweisse. Sonst stand dieses Kraut in weit grösserem Ansehn und fandeine viel grössere Anwendung.
Erklärung der Kupfertafel 39. Ein blühender Stengel in nat. Gr., a) der Kelch
aufgeschlitzt mit dem Stempel, b) die Blumenkrone mit den Staubgefäßen, c)
ein Staubgefäss, d) die vier Achaenien mit dem Fruchtboden, e) ein Achaenium;
alles in nat. Gr., f) ein Achaenium vergr,, g) dasselbe queer, und h) Icings-
diirchgeschnitten.
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