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1 (1830)
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ten 16 Unzen getrockneter Baldrianwurzel: Satzmehl 2 Quent, harzartigenExtracth stoff 2 Unz., gummichten Extractivstoff 1 Unz. 4 Qnt., Harz 1 Unz.,aetherisehes Oe/ 1 Qnt. 1 Scr., holzigen Rückstand 11 Unz. 2 Scr.

Nutzen. Ein wichtiges Arzneimittel, in vielen Krankheiten mit Nutzenangewendet, es ist stärkend und reizend, wirkt krampfstillend, schweisserre-gend, die Menstruation befördernd, daher angewendet in rein nervösen undnervös complicirten Krankheiten, bei Uebeln durch Unordnung der Men-struation hervorgerufen, bei Gicht und Würmerkrankheiten. Als Specificumwird es bei der Epilepsie gerühmt.

Erklärung der Kupfertafel 4.: Eine Pflanze in natürlicher Grösse, a. einevollständige Blume in nat. Gr. b. eine Blumenkrone geöffnet undvergr. e. der Fruchtknoten mit dem Griffel vergr. d. der Saamein nat. Gr. e. derselbe vergr. f. Queerdurchschnitt desselben.

Carex arenaria. L.

Syst. sex. Monoecia Triandria. Syst. nat. Cyperoideae Juss.

Char. gen. Männliche und weibliche Blumen getrennt, meist auf einerPflanze, in derselben oder in verschiedenen Aehren. Männl. Bl. Blumen-hülle einfach, eine Schuppe, in deren Achsel 3 2 Staubgefässe. Weibl.Bl. Blumenhülle doppelt, äussere eine Schuppe, innere ein einblättrigerSchlauch mit ganzrandiger oder 2spitziger verengter Mündung, 1 Griffelmit 2 3 fiederförmigen Narben. Frucht: eine Achaene, von den stehen-bleibenden Blumenhüllen bedeckt, mit der innern ausfallend, zusammenge-drückt oder dreikantig.

Char. speciei: Aehre zusammengesetzt, Aehrchen wechselsweise aber dichtstellend, die obern männlich, die mittlem männlich und weiblich, die un-tern weiblich; Narben 2, innere Blumenhülle bei der Fruchtreife eirund,zugespitzt, mit Hügeligem, scharf winiprigem Rande und lang-2spitzigerMündung, Halm bei der Fruchtreife übergebogen, Wurzel kriechend.

Synonyme: Carex arenaria, L. und aller Autoren.

Deutsche: Sand-Segge, Sandrietgras, kriechender Sandriet.

Vaterland: Trockener Flugsand mitten im Lande, auch an den Uferndes Meers (Dünen), fast in ganz Europa, mit Ausschluss des hohen Nordenund ^es Süden, aber von Portugal bis Russland stellenweise häufig« Blühtin der Mitte des Frühjahrs.

Erstes Heft. 2