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mit wenigen kurzen Härchen, vorzüglich unten, und oben wenigstens aufden Nerven, besetzt Blüthenstiele blattlos, röhrig, cylvodi isch, mit abieibbarerWolle mehr oder weniger bedeckt, daher häufig ganz kahl. Bienenstand:ein Köpfchen. All gem. Blüthendecke, mehr oder weniger mit flockigervergänglicher Wolle bedeckt, sonst kabl. Blumen goldgelb, die r^ndstän-digen grösser, an der Zunge unten grünlich gefärbt. Geschlechtstheilehervorstehend. Kelch ganz kurz gestielt, als Saamenkrone sehr lang. Saa-men braun, kahl, mit 8 — 10 an der Spitze s/ak gezähnten Riefen. Frucht-boden später kugelig mit zurückgeschlagener Blüthenhülle, weiss.
Ojf. Herba-Radix Taraxaci. Praeparate: Extractum Taraxaci liqui-dum (Mellago Taraxaci). — Wurzeln müssen vor dem Blühen gesammeltwerden, nicht von Orten, die feucht sind, auch nicht von altern Pflanzen,da an diesen schon Wurzeltheile absterben, frisch voll Milchsaft, schmeckensüsslich, dann bitter. — Das Kraut wird gesammelt, wenn die Pflanze blü-hen will, schmeckt bitter, verliert diese Bitterkeit beim Trocknen.
Chemische Beschaffenheit. Noch nicht genau analysirt. Der Milchsaftder Pflanze ist frisch, dicklich, weiss, von anfangs süssem nachher salzigbitterem Geschmack, dick auf Papier aufgestrichen hinterlässt er einenröthlichen Fleck. Aufbewahrt, trocknet er ein, wird dick, braunroth, wirdendlich eine trockne, brüchige, einem Gummiharze ähnliche, Masse, aussenbraun, innen auf dem Bruche weiss, ohne Geruch, von etwas adstringirendemGeschmack. Mit Wasser zusammengerieben löst sich die Milch grösstentheilsauf, die Auflösung ist milchig u£d grau, wird später roth und trübe, undgiebt einen Bodensatz. Mit Weingeist löst sich weniger als im Wasser vondem trocknen Safte auf, die Lösung ist trübe, milchig, wird nicht roth. Mitwenigem Wasser behandelt, wird die Masse zähe, weich, hängt etwas denFingern an. An der Lichtflamme angezündet, brennt die trockne Masse mitlebhafter, nicht rauchender, Flamme, wird diese ausgelöscht, verbreitet sichRauch mit einem Geruch, wie von angezündetem Brennöl. Nach John ent-hält der Milchsaft ExtractivstofF (bitteren), Gummi, Kaoutschouk, Salze, eineSpur von Harz und eine freie Säure. Der Löwenzahn hält die Mitte zwischenden Mitteln mit bitterm und mit süssem ExtractivstofF.
Nutzen. Man geniesst die Blätter, welche man, künstlich gebleicht (efio-lirt) wachsen lässt, als Salat, sie verlieren mit der grünen Farbe die Bitterkeit,oder auch, Wenn sie jung und grün und weniger bitter sind, als im spätemAlter, auch sollen die Wurzeln genossen werden. Der frisch ausgepressteSaft wird im Frühjahr allein oder mit andern Kräutersäften als auflosendesund stärkendes Mittel bei chronischen Hautkrankheiten und Unterieibskrank-heiten (Obstructionen) gebraucht. Man dickt ferner den Saft ein (den Ex-