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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
Seite
116
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dieser Absicht schneidet man die Zweige im Früh.'inge, ehe die Knospen sich entwickeln, dicht untereinen Knoten quer durch und steckt sie nach bekannter Alt in Töpfe, oder wiün keine Fröste mehrzu fürchten sind, an einer schicklichen Stelle ins freye Land.

Man hat die Blätter von diesem Strauche zur Bereitung eineS gkten sssigs und einer Sau-re, die der Eitronen Saure nahe kommt, hür und da in Deutschland zu benutzen gesucht.

Die ganze Pflanze kann vermöge des «esentlichen Oeles, welches sie enthält, ciu kräftigesArzneymiltcl abgeben.

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Lorbeerartiger Schneeball.

^lab. 100.

Bastard Lorbeer: Laurus Tinus: Lorbeer Tinus.- Unechttr Lorbeer- Immer«

grünender Schlingbaum. I^l.uruz 3^Iv«3lri5, loliis veno«l5. V«uli. l>iu. 461. Franz.l^c»urie>r tin, Viorue » svuille» c»v«I«z 3«,nz c»ent«lure5. Engl. (!ornmo» ^.k,uru5ti,iu3.Er hat gegenüberstehende, gestielte, eyförmige. ganz randige, immergrünende Blätter, die inder Jugend am Rande mit Haaren gestanzt sind; sie sind glatt, lederartig, glänzend und auf derUnlerftäche in Theilungs-Winkeln mit weichen Haaren beseht. Die Blumen bilden weisse, gleichhohe Aflcrdoloen, zu Ende des Winters und im Frühlinge. Nach der Blüthe entsteht eine anfangsgrüne, dann schwarz« oder bläuliche Beere. Sein Vaterland ist Portugal, Spanien und Italien.

Gehört zur 5. Klasse, und Z. Ordnung.

Ein angenehmer Zierstrauch, der in den meisten Garten Deutschlands unter dem Nahmen Lau-rus Tinus bekannt ist. In milden Climatcn halt er zwar gelinde Winter im Freyen aus, aberin kalten Wintern leiden die jungen Triebe ungemein vom Froste, und der Stamm Verdirbt untersolchen Umständen bis an die Wurzel. Aus diesem Grunde wird er, nebst seinen Ab« und Spielartenin den meisten Gärten im mittleren und nördlichen Dentschland in Gefäßen (Kübeln) gezogen, und inGlashäusern, oder in Zimmern, die nur bei eindringendem Froste geheißt werden und in andernfrostfreyen Behältern überwintert, besonders dcßwegen weil er gewöhnlich vom Februar bis Märzund April seine lieblich riechenden Blumendolden hervorbringt. Man vermehrt ihn durchWurzelsprößlinge, er erfordert nur geringe Mühe. In Korsika dienen einige Varietäten desselbenzum Gerben, und Grünsärben des Leders. S. Whi stling ökonomische Pflanzen!» nde.

Die Beeren sollen stark purgiren.

Man zählt6 Varietäten von ihm, wovon »in ?ei5«oQ Liuoxziz als Arten aufgenommen sind.