Druckschrift 
Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
Seite
90
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

8« ^ l7 L M 0 ^ ^ K I ^.

es in einem Gefäße mit Hussein Wasser abbrühet und etwas Salz beimischt, sehr gerne fressen.Außer dem wird es auch statt des Strohes als Streu, wie auch zur Feuerung verwendet. Die Aschedesselben (welche nach den neuern Beobachtungen «nter allen Pflanzen-Aschen die größte Mengedes Laugensalzes enthalten soll) wird sowohl aus der Wurzel als auch aus teu Blättern (We-del) bereitet. Sie werden zu diesem Ende entweder in einer Grube, oder aber (um die Asche rei-ner zu erhalten,) in einem eingegrabenen Kessel verbrennt. Sie dienet vorzüglich zur Glaßmacherei;so wird sie auch an manchen Orten mit Wasser vermischt zu einer Art von Teig gerührt, aus wel-chem man Kugeln bildet, welche zur Reinigung der Wäsche gebraucht werden, die dadurch sehrweiß wild und einen angenehmen Geruch erhält.

S. Bechstein's Naturgeschichte des Inn-und Auslandes II. S. 11Z6. Ferners hat man dieWurzel zur Bereitung des Korduans (einer Lederart) und in medizinischer Hinsicht gegen denBandwurm als ein wirksames Mitkl anempfohlen.

Nach Thunders ?Ior. j«pon. wird sie von den armen Einwohnern in Japan gekocht undgegessen; auch die jungen Blätter sollen daselbst als Gemüse benußt werden.

? llDVI0 n ^ K I ^ 0 r? ici n ^ 1.18.

Gemeines Lungenkraut.

lad. 74.

Hirschkohl: breitblättriges Lungenkraut: Hirsch-Mangold; Waldochscnzunge;Bockkraut: Blaue Schlüßelblume: kleine Wallwurz; kleine Beinwelle. Herb«

pplmunarwt! rnncu1u5»e. Nikiciu. Franz. ?u!mon»ir?cMciiT°äIe. Englisch. Common I^un?-

Vie ausdauernde, schwarze, faserige Wurzel dilser allgemein bekannten Pflanze treibt meh-rere, eckigte Fußhohe in Zweige getheilte Stengel und zugleich Blatter. Beide sind von stei-fen borstigen Haaren rauch; die gestielten Wurzelblätter sind eyrund herzförmig; die übri-gen Stengel umfassend, und wechselweise stehend. Mehreulheils erblickt man auf dinselben meh»rere Flecke. Die Blumen am Ende des Stengels und der Zweige sind anfänglich röthlich,dann blau; der Kelch ist so lang, als die im Schlünde mit Härchen besetzte Blumenrohre.

Man hat 00» ihr Spielarten mit weissen Blumen, und eine andere mit gefleckten. Blät-tern. Sie wächst in schattigen Wäldern und Vorbölzcrn in ganz Deutschland.