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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
Seite
82
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Die Früchte dieser so schönen Zierpflanze werden unter dem Namen Lianenäpfel in ihrem Va>terlande wrgen ihres Wohlgeschmackes als leckere Früchte selbst von den Krauten als eine gesundeSpeise genossen. Wenn La bat, (wie es zu vermuthen ist) unter feinem r'omluu 6e lieine dieFrucht dieser Pflanze versteht, so fallt sein Zeugniß ebenfalls zu ihrem Vorthcil aus. Er vergleichtihren Geschmack mit gezuckerter Gallert und Granatäpfeln.

In unserm Klima setzen die Blüthen dieser, so wie der übrigen Arten, selten Früchte an,und wenn es sich ereignet, so werden sie fast nie reif, und bleiben sauer und unschmackhaft.

Ungeachtet diese Pflanze in Brasilien einheimisch ist, so hat doch die Erfahrung gelehrt,daß man sie auch an unser Klima gewöhnen, und bei gehöriger Bedeckung im Freien durchwin»tern kann. Zu dem Ende pflanzt man sie an die Südseite einer Mauer, oder Gebäude in lockerenahrhafte Erde, und befestiget die schlanken, rankenden Zweige an ein Geländer. Auf solche Artbehandelt, breiten sich die Zweige weit aus, und die schönen großen Blumen bilden gegen daslebhafte Grün de, handförmig gelappten Blatter einen vortrefflichen, dem Auge »ohllhuendenKontrast. Im Herbste bei einfallenden harten Frösten, bindet man die Zweige zusammen, oderschneidet sie bis an den Stamm ab. Die Erde bedeckt man, so weit sich die Wurzeln ausgebrei-tct haben, etwa einen Fuß hoch mit Laub und Fichlenzwcigen, um den Stamm herum werdenStabe gesteckt, und der Raum mit Laub ausgefüllt.

Im nördlichen Deutschland wird diese Pflanze den Winter über in Frostfrcien Behälternaufbewahrt. Oftmals wollen die Stöcke nicht blühen. Hievon liegt meistenthcils die Ursach inder Behandlung. Sie sind entweder nicht alt genug, oder haben nicht hinlängliche Nahrung, inwelchem Falle man ihnen gute fette Erde und im Sommer viel Feuchtigkeit geben muß, oder siewachsen endlich zu stark, und treiben viele Ranken. Letzlere nimmt man ihnen mit gehöriger Vor«sicht durch den Schnitt.

Knoblauchduftige Petivcrie

l'ab. 6/.

^«tiverii» iolii« odlaußu.ovatig, gpieis lanßioribus terrninnltbu». L^onn. jam. 275.Engl, lüolumoii (-uins» HLU'V^«.

*) Der Nähme komm« von ?eüver einem Apotheker in London , der sich durch b»r«uszegebene Abbild»«'zen und Verzeichnisse »on seinen Naturalien zu Anfang des >8. Jahrhunderts berühmt machte.