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förmig und Tellerrund, dick wie Leder, und am Rande völlig ganz. Die Blumenstiele sind ganzwie die Blattstiele gebildet und auch mit stachelähnlichen, Wärzchen besetzt; die Blume unge-fähr so groß wie unserc weisse Seerose von 6 bis ic> Zoll lm Durchmesser ; wenn sie geschlossen ist,sieht sie grünröthlich auS, weil ihre Kelchblätter von aussen mehr grün als rolh sind; ausgebreitetade» gewährt sie einen überaus prächtigen Anblick, denn sie ist pmpurrolh, ober rosenrolh oder fleisch«färben. Die zahlreichen Staubgesäße find weiß, und erheben nebst den gelben, weiblichen Ge-schlechtslheilen die Schönheit der Blume ungemein. Her Geruch ist lieblich. Die Frucht bestehtaus beiläufig 20 Nüßen von der Größe einer kleinen Haselnuß, die mit dem bleibenden Griffelgeziert sind. Jede Nuß enthält einen länglichrunden, schwarzen, knochenharten Saamen.Gehört zur /Z. Klasse, und zur 6. Ordnung der Vielweibigen. Istverennirend.Die Russen in Astrachan, wo sie auch an der Mündung der Wolga wächst, nennen die Früch.l e Seenüße, und essen sie. In Indien sowohl wie in China wird sie für heilig gehalten, und diejungen Sprosse« als Zugemüse gegessen. Die Chineser speisen auch die Wurzel der Länge nach inScheiben zerschnitten. im Sommer mit Eis, im Winter mit Salz und Essig eingemacht; sie sollennach Rumpfs Beschreibung einen Arlischockengeschmack haben. Nach der tibetanischen Göllerlehrewerden die vollendeten Gottheiten in den prächtigen Blumen dieser Pflanze wieder geboren; siedienen zum Schmucke der Altäre in den Tempeln, und die Blätter als Schuh gegen die Sonne.Das über den Blüthen destillirte Wasser hat einen lieblichen, und dauerhaften Ambrageruch, undmacht, als Waschmittel gebraucht, die Haut sehr zart und weich, ohne im mindesten zu schaden. NachLoureiro find die Saamen sowohl wie die Wurzel nicht allein eßbar sondern auch schmack-haft und der Gesundheit zuträglich. Man gebraucht sie in China und Cochinchina als ein, kühlendesund stärkendes Arzneymittel.
In de» Gärten in China, find nach den Berichten der Reisenden, alle Gewässer und Sümpfedamit bepflanzt. Sie werfen zu diesem Ende einen Saamenlern, in einem Thonklumpen einge-hüllt, ins Wasser.
Diese Königin der Wlssergewächse, dessen Verpflanzung nach Italien von den Römern verge-bens versucht wurde, ist erst in neueren Ztiten in Europa, und hie und da in Deutschland cultioiretworden, wie z. B. in dem f. k. Hofgarten auf der Landstrasse zu Wien unter der Aufsicht deSHerrn Hofgärlner Anleine; so auch in den gräfl. Harrachischen Garten in Brück an der Leylhaund in Eisenstadt in Ungarn bey Herrn Hofgärlner Lübeck, wo sie (wie ich eben dieses schreide) in voller Blüthc steht.