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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
Seite
64
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haben gelbe Staubbeutel und hinterlassen stumpfe, meist dreisaamige Saamenbehalter.Sie hat einige Abänderungen die sich durch die Größe der Halme und durch die mehr oder we-niger gestielten Aerchen unterscheiden. Sie wächst auf trocknen Wiesen und sandigen Plätzen inDeutschland und Ungarn, ist ausdauernd und blüht im Mai.

Gehsrt zur 6. Klasse und i. Ordnung.

Diese Binsengattung ist eine der gemeinsten. Da sie sehr zeitig hervorkommt, so findendie Schafe an ihr das erste grüne Futter. In den Alpengegenden ist sie eine Lieblings? Futter»pflanze der Ziegen, und unter dem Namen Ruchgras der Alpen bekannt. DieBlumenkopfchensammt dem Saamen schmecken süß, und »erden hie und da in Schlesien von den Kindern unterdem Namen Hasenbrot gegessen.

Schönste Justiz ie.

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Kennzeichen des Geschlechts. Der Kelch oder (Blumendecke) ist einfach oder doppelt,fünslheilig o^er sünfspaltig; die Blumenkrone einblättrig, ungleich, zweilippig; zwei (bisweilenauch 4 Staubfäden) und ein Griffel. Der Saamenbehälter springt mittelst eines elastischenNagels auf; die Scheidewand ist an den entgegengesetzten Seilen angewachsen.Sie gehört zur 2. Klasse und zur 1. Ordnung des Scxualsystems.

Kennzeichen der Art. Eine strauchartige, aufrechte, bei 6 Fuß hohe ausdauernde «pflanze.Di« Stengel sind rund, wenig ästig. Die Blätter epförmig, an beiden Enden zugespitzt, amRande etwas gezähnt, an der Oberfläche glatt, an der untern mit <!nem sehr feinen Filze überzo-gen, sie sind einander entgegengestellt, kurz gestielt, und bei 3 Zoll lang. Die Nebenblätter(Lrnotene) halbrund, herzförmig. Die geruchlosen, rollM, glänzenden Blumen (welche amGlänze fast alle übrigen bisher bekannten übertreffen sollen) sind « Zoll lang, und stellen eine vier«fach? länglichte Aehre dar. Sie enthält 4 fadenförmige Staubfäden mil langen anliegendenStaubbeuteln.