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Suppl.- Bd (1822)
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60 A V o « 0 c t» ? ^ I. S.

sprossen werden (noch Anleitung des Hofgärtner Dietrich) in Dammerde, die mit etwaslehmigen Erdreich und einem Viertellheil Flußsand gemischt ist, gesetzet, und i« Winter in einemFrostfreien Behälter in einem Glashaus von i bis 5 Grad Wärme aufbewahrt. Liebhaber, diekeineGewächshäuser haben, können diesen Zierstrauch in einer Kammer, oder in einem Zimmer, dasnur bei eindringendem Froste geheißt wird, überwintern. Im Monat März und llpril muß man die-ser Pflanze nicht nur mehr Wasser geben als im Winter, sondern dieselbe durch das Oeffnen derFenster gleichsam abhärten, und auf ihren Stand im Freien vorbereiten. Inzwischen darf man si«doch nicht eher ins Freie bringen, bis keine Nachtfröste mehr zu fürchten sind, denn die spätenFröste im Frühlinge können ihr sehr nachtheilig werden. Das Durchwintern dieser Pflanze imfreien Lande ist bereits von mchrern Gärtnern mit gutem Erfolge versucht worden. Jetzt findet mandieses schöne Gewächs, das bei seiner Ankunft in Deutschland mit einem und auch mehrern I^ouis ü'urbezahlt wurde, bei allen Blumengckrtnern um einen geringen Preis.

Gemeiner Wassernabel.

Nabelkeaut; Sumpf-Nabel. Franz. u^rocotiis commun«.

Kennzeichen des Geschlechts. Die Dolde ist einfaH und mit einer oierblättrigen Hülleverschen; der Kelch und die K r onen blatte r sind unaetheilt; die halbzirlelrunden Saamenzusammengedrückt.

Gehört zur 5. Klasse, und 2. Ordnung, zur natürlichen Familie derSchirmlragenden Pflan-zen. Seine Wurzel ist mehrjährig, die rundlichen glatten Stengel kriechen hin und her, undtragen wechselweise gestellte, langZestielte < schildförmige, am Rande rundlich ausgezählte, glatte undsaftige Blätter, welche auf dem Wasser schwimmen. Die fingerlangen, unten mit 2 Schuppende«setzten Blüthenstiele kommen aus den Winkeln der Blatter und tragen eine kleine Doldevon ungefähr 4 bis 5 kleinen weiß röthlichen Blumtn. die im Juni und August erscheinen. Wächstin Sümpfen und andern stehenden Gewässern in Böhmen und Gallizien.

Diese Pflanze ist für das Vieh, und besonders für Schafe, wenn sie solch« mit demFutter bekommen, giftige und öfters tödtlich, fte erreg« in ihnen Entzündungen, Blucharneu, und