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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
Seite
58
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Hirsen-Pferdegras.

I'ab. 46.

Indisches Honiggras: Sorghogras; Hohes Roßgras. ForZKu« vuiß«.« (?8^nui>z.) der gemeine Moorhirsen: Kaffeekorn-, noieuzOmr». ?or^: äe^ript,74.

Kennzeichen des Geschlechts. Die Geschlechter dieser Pflanze sind halb getrennt, d. h.es befinden sich männliche und Zwitterblumen auf einer Pflanze; die zweiblättrige,fast eyförmige Blüthendecke ist mehr oder weniger gefranzt. Der Kelch der Z Willerblumeist doppelt ; der äußere haarförmigi der innere (Krone nach Linnee.) besieht aus 2 Blättern(Spelzen) davon das äussere mit einer gebogenen Granne versehen ist; 3 Staubfäden; 2Gl iffel und i Saawe.

Die männliche Blüthe hat einen zweiblättrigen Kelch und Z Staubfäden; die Kronefehlt. Gehört zur 2Z. Klasse und zur ». Ordnung des Systems.

Die jährige faserige Wurzel treibt einen 4 bis u Fuß hohen schilfähnlichen, mit Knotenversehenen, am Ende etwas gebogenen Halm mit langen, spitzigen, an den Knoleu sitzendenBlättern. An der Spitze des Stengels erscheint die große, in Zweige gelheilte ausgebrei-tete büschelförmige Blülhenähre. Die wesentlichen Kennzeichen dieser Art sind die haarigenKelchs pelzen und die zusammengedrückten mit Grannen versehenen Saamen, welche eprund,gemeinlich rechlich oder dunkelrolh, seltner gelb od« weißlich sind. Ih, eigentliches Vaterlandist Ostindien, und Afrika.

Im Morgenlande oder Orient sowohl als in der Levante wird es unter dem NahmenDurra sehr häufig gebaut, und zum Brot benutzt. Unter den bekannten Gelreidepflanzendringt keine so reichliche Früchte, wie diese; denn ein einziges Saamenkorn liefert 260fällige. Die Saamen werten wie Getreide zu Mehl gemahlen, welches aber etwas schwerund klümperig ist, und kein so lockeres und gedeihliches Brot gibt, wie unsere gewöhnlichenGetreidsaamen; daher es auch für das Vieh, besonders für Pferde, Schweine, Hühnerund Tauben häufig als Futter oelweudet wird. In Syrien, Palästina, Arabien, Egppten, und