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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
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haben, dann wird das Stamm che«, wenn die Blühzelt vorbei ist, in eln etwas größeresGefäß gepflanzt, und mit frischer Erb« gefüllt. Auch muß man hauptsachlich darauf Rücksicht neh-men, daß die Pflanzen, welche man aus entfernten Gegenden kommen läßt, anfänglich in feinezu großen Gefäße zu stehen kommen, nicht zu naß gehallen werden, und wenigstens ein ähnlichesErdreich erhalten, in welchem sie vorher gestanden haben.

Die Fortpflanzung kann durch Ableger und Stecklinge geschehen, nur müssen die letzter» da,wo sich ein Knoten gebildet hat. dicht unter demselben durchgeschnitten werden; an dieser Stellebildet sich bald eine Wulst, an welcher die jungen Wurzeln hervorkommen. Daß übrigens dieStecklinge an einem mäßig warmen Orte z. B. in ein Mistbeet in die Erde gesteckt, anfänglich be-schattet und in der nölhigen Feuchtigkeit erhalten werden müßen, versieht sich von selbst.

(3 N tt N K 1 V ^ I. N.

Wasser G e u m.

"lad. 4Z.

Wasserbcnedicktenkraut; Wasserlicbende Meerwurz; Roche Nelkenwurz: Ga-roffelwurz: Wiesengaroffel. Wald - Benedicktwurz. Englisch. 7b« w«ter 4v««s.

Franz: Lennite 6e« rulssenux. <3si palustris r»äix. «ssic.

Die Wurzel ist außerhalb braunrolh und mit langen Fasern versehen. Der Stengel istaufrecht, einfach, behaart und trägt überhängende Blumen; der Kelch zehnspallig, braunrolh,die Krone fünfblättrig, die Blumenblätter an der äußern Seite röthlich mit purpurrothenStreifen durchzogen, inwendig bleich, und liegen an den Seiten übereinander; die Granen fede-rich und in der Mitte gedreht. Die Wurzel blälter sind gefiedert, das Endblat tche n größer,ls die untern, dreyspaltig, eingeschnitten» gezähnt; die Stengelblälter abwechselnd, gestieltund dreitheilig.

Gehört zur ,2. Klasse und zur 3. Ordnung. Wächst aus feuchten sumpfigen Wiesen, an Gräbenund Bächen. Blüht im Mai und Juni.

Die Wurzel ist herb, zusammenziehend und enthält nach Gleditsch Gerbestoffe. In Neu,vor? in Amerika sammeln Wilde und Europäer dieselbe, und gebrauchen sie thcils im Pulver, oderin einem roässcrichten auch geistigen Aufguß theils auch im Extrakt g?gen die Wechselfieber stattder Chinarinde mit gutem Erfolg. Der schwedische Arzt Bergius wurde durch Kalms Bericht