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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
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20
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Franz. ^onc tlouri. Die Tarlaren nennen

cluz m»ior. V«u!i. pln. Engl. V'Icoveriiiß Rusli.es 8li55<?tocK und die^Ostiaken Xus.

Geschlechts Zeichen. Die schirmförmigen Vlumen haben eine dreiblättrige Schirm deckeoder Hülle, aber keinen besondern Kelch, 6 rundliche hohle Blumenblätter, davon die wech-selweise siebenden ^ äußern kleiner un) spitziger sind. Die 9 Staubfaden sind pftiemenförmig,die Staubbeutel haben 2 flache Seiten, und sind fast rundlich; die 6 länglichlen Eyerstöcke en,digen sich in spitzige Griffel und Sta ubwege. Die Saamenbehältn iße find 6 länglichespitzige Kapseln mit vielen länglichen siumpfi» Saamen. Sie gehört in die 9. Klasse und Z. Ordnungdes Lin n6 eischen Systems. Die Fußförmige Wurzel hat viele lange Fasern, und treibteinen oder mehrere aufrechte, glatte 2 bis 3 auch 4 Fußhohe nackende Stengel an derenSpißensich rosenrothe Dolden befinden, die Eierstöcke sowohl als die Staubbeutel sind hochroth,und nach dem sie aufgesprungen, hochgelb. Die Blatter, welche mit dem Stengel aus der Wur,z el hervor kommen, sind lang, schwertförmig und dreischneidig. Sie wächst allenthalben in Deutsch,land in Wassergräben und Sümpfen, und blüht im Juli und August, ist perennirend. Sie ist dieeinzige ihres Geschlechtes, und ihrer Klasse in Deutschland. Wenn man diese prächtige Zierpfian.z e in die Gärten aufnehmen will, so muh man ihr einen wasserigen und sumpfigen Standort geben, wennanders die Anpflanzung derselben dem Zwecke entsprechen soll; denn in einem trocknen Boden, «der ineinem Gartenbeete, ist die Wurzel von kurzer Dauer, und die Blumen kommen selten zurBlüthe. Das Vieh/rißt Mar diese Pflanze nicht, doch haben die Blätter als Streu und zumDünger ihren Nutzen.

In Rußland entdeckte man an der Wurzel dieser Pflanze einen sehr guten. Ersaß bei man«gclndcm Getreide. Vor nicht gar langer Zeit hat man (wie Herr Wilhelm bemerket ) von ihrin Rußland mit großen Ruhm gesprochen, indem man fie als ein vollkommenes Getreide > Surrogatempfehlen zu können glaubte, und das aus ihr gcbackene Brot von vorzüglich gutem Geschmacke be-schrieb. Ein Einwohner des Gouvernements Hgtr»cli2n soll dem Minister des Innern einigeWurzeln und zugleich Mehl und Brot aus demselben bereitet, überschicket haben, wo er zugleichversicherte, daß die Kalmücken ihr meistes Brot daraus backen; die gepulverte Wurzel hat übrigensalle Eigenschaften des Weizenmehls. Immer verdient dieses Gewächs Aufmerksamkeit, besondlrSda es an Orten fortkommt wo andere Getteidarlen nicht wohl gedeihen.