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9 (1818) Platanus - Solidago
Entstehung
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111
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und regnet, treiben die Keime der Knollen binnen 7 bis 8 Tagen schon über sich Stengelund unter sich Wurzelsprossen, und wachsen schnell. Die Pflanzen bedürfen keiner weiternPflege, als daß man sie nach Z bis 4 Wochen häufelt; und vom Unkraute reinigt. Auf guten Bo-den treiben sie dann so stark über sich, daß kein Unkraut mehr darunter aufkömmt; vielmehr erstickensie dasselbe, und reinigen auf diese Weise die Accker.

Im Angust und September gräbt man die Kno llen aus. Eine andere aber nur bei Kü?chengärtnern gewöhliche Art der Fortpflanzung geschieht durch Sa amen. Man sammelt imH.rbstdie reifsten Beeren, zerquetscht sie, wenn sie einige Zeit an der Luft gehängt haben. und suchtauf dieselbe Art den Saamen zu erhalten wie bei den Gurken. Im April säet man diesenauf ein Mistbeet, oder auf ein lockeres fetlgcdüngtes Gartenbeet an einem sonnenreichen Orte. Nacheinigen Wochen versetzt man die jungen Pflanzen auf einen gut zubereiteten Boden. Im Herbstnimmt man die wie Walloüsse großen Knollen heraus, bewahrt sie auf, und steckt sie im näch-sten Frühjahre auf die gewöhnliche Art. Die im folgenden Herbste geerndteten Knollen werdennun verbraucht. Es ist sehr gut, wenn man wenigstens nach einigen Jahren seine Kartoffeln wie-der aus Sa amen erzieht, weil sie durch das beständige Fortpflanzen mittelst der Knollen leichtausarten und schlechter werden.

Nicht alle Spielarten, deren man nach und nach viele durch die Kultur erzielt hat, tragengleich reichlich. Die bei unö und in vielen Gegenden Deutschlands gewöhnlichen Schwei nekar-tofeln geben die reichlichste Erndte; sind aber schwammigt, galmigt und nur für das Vieh;doch gibt es auch unter ihnen wieder bessere und schlechtere Sorten. Die besten, für den Menschengenießbaren Kartoffeln sind diejenigen, welche viel Mehl tüthalten, und innerlich ganz weiß odergelblich aussehen. Hicher gehört die Kartoffel mit der violetten B lütße, imgleichen die soge-nannte Zukkertartoffel. Vor einigen Jahren ward eine neue Sorte von Kartoffeln in Pa-ris bekannt, welche in Afrika einheimisch scyn soll, und nun auch schon nach Deutschland gebrachtworden ist. Man nennt sie wegen der großen, violetten oder schwärzlichen Flecken, die sich aufder weißen Grundfarbe zeigen, marmorirte Kartoffeln, und rühmt ihre Fruchtbarkeit und ih-ren guten Geschmack sehr. (T. Taschenbuch für Natur- und Gartenfreunde 1798. Tübingen beiEolta S. 95.)

Der gemeinste Gebrauch den wir von diesem Gewächse machen, besteht darin, daß wir dieKnollen ganz im Wasser gesotten, geschält, mit Salz, Pfeffer und Butter verspeisen. Personen^die einen guten Magen, und viel Bewegung haben, sind sie gesund; nur die Vichkartoffeln solltendie Menschen nicht ohne Noch genießen; sie scheinen verdächtig, wenigstens schwer verdaulich zusepn. Außerdem bereitet man aus den Kartoffeln eine große Mannigfaltigkeit von Gerüchten. ZuParis gab einst ein Karloffelfreund ein Gastmahl, bei welchem diese Flüchte unter i< verschiedenenGestallen aufgetragen wurden, und selbst das Gclranke war ein KartofMiqueur.