Im Linneeschen System io. Klasse und 4. Ordnung sind die Arten in folgender Ord,nung aufgeführt; ») Flachblättrige (plnniloli»), l,) Rundblältrige (^«retilolii,).Von den Z5 Gattungen werden hier Z beschrieben, als:
3 L 0 ll M ^ <ü K L.
Scharfes Sedum.
lad. 824.
Der scharfe Mauerpfeffer; Steinpfesser; kleines gelbes Hauslaub. Engl. >v«il
Orpino. Franz. Vermicu!»ii« 8eöum.
8. Minimum. LI»cKw. t. 2Z2. 1^.
Auch Niesekraut und scharfes Katze nkräutchen. Ist allgemein bekannt, und aufdürren Hügeln, trocknen Wiesen, auf Felsen, altem Gemäuer und Lehmwanden in Menge anzu»treffen. Die mehrjährige Wurzel treibt viele 2 bis Z Zoll lange, niedergestreckte, einfacheStengel, welche ringsherum mit dicht au einander gedrängten, ziemlich ey runden, höcke-rig t e n, etwas aufrechten Blättern besetzt sind, die so dicht am Stengel sitzen, alswären sie mit ihm in eins verwachsen. Die gelben Blüth en sind fast den ganzen Som-mer hindurch vorhanden, und bilden einen dreispaltigen Strauß. Frisch enthält diesePflanze sehr viel scharfen, die äußere Haut entzündenden Saft, welcher Blasen zieht, und aufder Zunge sehr beißend ist. Wan hat ihn innerlich als harntreibendes und antiscorbutisches Mit-tel und äußerlich in faulen Geschwüren mit großem Nutzen gebraucht. Den Saft als Brech - undPurgiermittel in Wechsclficbern cinzunchmen — eine nicht ungewöhnliche Hauskur — ist wegen derSchärfe desselben nicht anzuralhen.
Dieses Sedum lebt fast einzig von den in der Luft befindlichen Feuchtigkeiten, und seine dünnefaserige Wurzel scheint ihm bloß zur Befestigung zu dienen; daher es sich unglaublich lang frischerhält, und wochenlang fortbluhet; ja man kann es sogar zwischen Papier gepreßt forlwachsen undblühen sehen. Diese sehr natürliche Eigenschaft gibt Unwissende« zu mancherlei Aberglauben Anlaß.
Nach Erfahrungen frißt kein Vieh von dieser Pflanze. Trocken hat sie alle Eigenschaften ocr«loren.
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