Druckschrift 
9 (1818) Platanus - Solidago
Entstehung
Seite
56
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

56 ö n ^i n ?s 17 5.

wegen so häufig in Gärten, Gewächshäusern und Wohnzimmern unterhalten wird. Den Geruchdies« Pflanze kann man am besten mit einem Gemisch aus Himbeeren, Erdbeeren und Weinvergleichen. Cr nimmt den Kopf nicht ein, und bringt daher selbst in Zimmern keinen merklichenNachlheil. Diese liebenswürdige Pflanze ist einjährig» wenigstens bei uns, obgleich man sietief im Winter hinein und öfters bis zum Frühjahr erhalten kann. Sielreibt auS dem Haupt,st enget, welcher sehr bald in Blüthen übergeht, Mehrere Aeste nnd Zweige, dir sich meistauf die Erde legen und an ihren Spitzen wieder Blüthenähren tragen. Die Blätter findlanzettförmig, aber wenn die Pflanze größer wird, nehmen sie eine Verschiedene Gestalt an, undsind lheils glatte« ndig oder unzeltheilt, theils dreilappig. Die grünen Kelchblättchenhaben d ie Größe der weissen Blüthenbläl ter. Die Sla ubfäden sehen zimmlbraunaus, und stechen gegen die übrigen Blüthenlheile sehr schön ab.

Die Kultur des wohlriechenden Wau's, oder wie man schlechthin die Pflanze nennt, die Re-sede, ist sehr leicht. Man säet den Saamen im Frühjahre in Töpfe oder auf ein Mistbeet, oderauch ins freie Land, und verpflanzt die jungen Gewächse entweder, oder läßt sie, welches nochbesser ist, da stehen, wo sie aus dem Saamen aufgegangen sind. Sie lieben ein lockeres aberfettes Gartenland und blühen bei Zulassung einiger frischen Luft den ganzen Winter hindurch.

Aegypten ist das ursprüngliche Vaterland des Wau's; man findet ihn aber in Italien schon ve,.wildert, und bei uns pflanzt er sich durch Saamen auf gutem ungestörten Gartenbeeten auch hau«sig von selbst fort. Er hat sich auch schon sehr an unser Klima gewöhnt; denn er verträgt ziem-liche Fröste.

K u ^ U n D 3.

W e g d o r n.

Kennzeichen der Gattung; Der Kelch ist töhrig. 4 bis 5 tbeilig, die Krone 4 bis 5blättrig, die »lütter klein, auf dem Kelche sitzend. 4 bis z Staubfäden und ein Grif-fel mit 2 ibs 4 spaltiger Narbe. Die Frucht ist eine 3 bis 4 faamige Beere.

N^ch Linn6e gehört er in die 5. Klasse und ,. Ordnung. Die Arten sind geordnet ^Dor-nige (spinn»!); z) unbewehrte (in«rrnvs); Z) stachliche (»cu1e»ti).

Von den Z< Gattungen, kommen hier Z vor, als: ,