Druckschrift 
9 (1818) Platanus - Solidago
Entstehung
Seite
23
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

überzogenen Vlättchen; die Blumenstiele sind einblüthig, die Blumen goldgelb, undten ganzen Sommer über zu finden.

Diese Pflanze scheint von der Natur bestimmt zu sey», den Flugsand zu befestigen, und ihn,so wie andere unfruchtbare Plätze mit Grün zu überziehen, denn sie kommt auch selbst unter denFußtritten der Menschen und Thi?re fort. Daß sie irgend einem Viehe zum Futter diene, hatman nie bemerkt; Gänse, Kühe, Schaafe und andere Thiere lassen sie unberührt. Zur Zeit desMangels hat man die Wurzel verspeist. Das Kraut läßt sich zum Gerben brauchen.

Strauchartiges Fingerkraut.

Strauchartige Potentille. Engl. sKrudd?. cluquetaii.

?el,t»pk)s1loiä<z« rectum llntlou«uin. ÜIori'5. Kist. 2. 5. 2. l. yI. f. Z. ^V»ltl».Iioit. YH. t. 17.

Es wird auch Tock und sibirisches Fingerkraut genannt, und wächst in England,Schweden und Sibirien wild zu einem 2 bis 4 Fuß hohen Strauch von holziglen dünnen Zwei-gen. Die gefiederten Blätter stehen wechselsweise, und sind aus H bis 7 länglichen Blätt-chen zusammengesetzt. Im Fuly und August blühet dieser Strauch. Die Blumen sehen gold-gelb aus, und erscheinen in Menge an den Spitzen der Zweige. Vom Stamme sondern sichvon Zeit zu Zeit dürre Rindendlattchen ab.

In Schweden macht man Hecken von diesem Strauche; bei uns pflanzt man ihn zur Zierdein Gärten. Durch die vielen, aus der kriechenden Wurzel schlagenden Stengel läßt er sich leichtvermehren. Mit den getrockneten Zweigen kann man Leder gerben.