Der Stengel sieht mebr aufrecht, und die Wurzel blalt er find größer und verkehrt eyrund.Die größere Bitterkeit ist ein sicheres inneres Unterscheidlu'gszeichcn dieser von der gemeinenGattung.
Die Wurzel hat sich nach dem Zeugniße großer Aerzte in der eiternden Schwindsucht sehr heil-sam bewiesen. Schon im Jahr ,762 wurden 4 Fälle bekannt, in welchen sie bei Schwindsüchten dieentweder nach Brustentzündungen, oder Blulspeien entstanden waren, geholfen halte, und 10 Iah«nachher leistete sie in , s andern Fällen gleiche Dienste. In den Fallen, wo sie nicht half, warenemwcder Knoten oder Verhärtungen in der Lunge, oder gänzliche Verzchrung dieses Eingeweides,oder Verstopfungen in verschiedenen Eingeweiden des Unterleibes die Ursache ihrer Unwirksamkeit.Andere Aerzle haben dagegen die bittere Kreuzblume in der Schwindsucht nicht nur unnütz, sonderngar schädlich befunden.
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Giftwiderstehcude Polygala.
lad. 74Z.
Senegawurzel; Marylandische Kreuzblume: Klapperschlangenwurz. Engl. 05.
ücinal ölilk,-wort.
k. ilaribuz imdnrdibus «i>ic»ti«. ^.mo«n. ncl»6. 2. t. 1.
Alill. äict. Z. t. 5.
Ist in Nordamerika, namentlich in Virginicn. Pensylvanien, und Maryland einheimisch. Di«holzige, ästige, fingerdicke, gewundene, knotige, inwendig weiße, mit einer dicken, gelblichen Rin«de und grauen Oberhaut bedeckte Wurzel perennirt, und scheint viel Harz zu enthalten. Ihr Ge.schmack ist Anfangs mehlig, nachher sauer; sie erregt Husten, schnürt die Brust zusammen, und locktden Speichel stark hervor.
Di« krautattigcn Stengel stehen aufgerichtet; ihre Blätter find breit lanzettförmig, unddie unbärtigen Blumen bilden Aehren. In Amerika ist diese Wanze ein sehr berühmtes Mittel»ider den giftigen Biß der Klapperschlange, welches auch dann noch hilft, wenn de, Körper schonaufgeschwollen ist. Die Eingebornen kauen entweder die Wurzel, schlucken den Saft hinunter, undlegen den Rückstand auf die Wunde; oder sie nehmen dreimal des Tages einen mit Milch bereitetenAbsud von der Wurzel ei», und legen Umschläge davon mit Milch auf die Wunde. In Amerikaschäßt man außerdem eine mit Wein bereitete Tinktur aus der Wurzel. Der Saft derselben ist aber