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8 (1818) Malva - Plantago
Entstehung
Seite
31
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Ist jährig und treibt aus der faserigen, kriechenden, stark wuchernden Wurzel einen run»den saftigen, röthlichcn, 6 bis 3 Zoll hohen Stengel, der bisweilen gestreckt, mehrentheilsaber aufgerichtet und mit mehreren Aesten besetzt ist, daher er einen kleinen Busch bildet.Die langen, dünnen Blattstiele tragen zarte, hellgrüne, bisweilen röthliche herzförmigeBlätter, die sich zu derselben Zeit und auf gleiche Art, wie die vom gemeinen Sauer,klee (0. »e«t«5ell»), zusammenlegen. Die langen dünnen Blüthensiiele, welche aus denWinkel» der Blatter sprossen, tragen 2, 3 oder Z kleine gelbe Blümchen schirm artig. Dielange aufrechtstehcnde Saamenkapsel stellt eine füuseckigle, gehörnte Schote vor, welche sich, wiebei der eben erwähnten von selbst öffnet, um ihre Saamen herauSzuschneNen, und sich dann plötz-lich wieder schließt.

Diese Pflanze stammt ursprünglich aus dem südlichen Europa und dem mittägigenDeutschland, ist aber bei uns schon so weit eiüheimisch geworden, daß man sie in Gärte» undauf Feldern wie ein Unkraut findet. Sie gibt frisch und getrocknet ein gutes Viehsutler, und kannfüglich, so wie Sauerampfer, in der Küche benutzt werden. Daß der ausgepreßte Saft ebenfallsSauerkleesalz liefert, ist bereits bekannt genug; doch steht er am Gehalte dem der oben erwähntenGaltung sehr nach.

? ^ n I c u N.

F c n n i ch.

Kennzeichen der Gattung! Der Balg (Kelch) besteht aus drei Blättern, wovon dasdritte ganz klein ist und auf dem Rücken des größern aufsitzt. Di« Krone hat zwei ^förmigeSpelzen (Blätter); nur einen Saamen.

Nach Linnse gehört er in die Z. Klasse, und 2. Ordnung.

Im System sind die Arten dieser Galtung unter folgende Ordnungen gebracht:

,. Mit Aehrchen (ßpic»t».)

2. Mit Rispen (?»nicul»t».)

Von den 8» Gattungen kommen hier vier davon vor, als: