H6
0 /! .V I ? II 0 6 ^l I. l7 M.
l?'
den, welche dicht beisammen stehen und gleichsam eine Glocke oder Kelch bilden, sind lanzttl«förmig, drei abwechselnd kürzer, an der Basis breiter und mit länglichen weissen Anthere»gekrönt! die zwei fast fadenförmigen Spitzen oder Hörn er find an den großen Staubfä-den eben so lang, als die länglichen, pfeilförmig.'n Antheren. Der Fruchtknoten trägt«inen weissen Griffel mit dreieckiger, stumpfer Narbe, welcher aber kürze, ist als die Staub«faden. Nach geendigttr Flor, und wenn die Saamenbehälter ihre völlige Ausbildung er-halten, senket sich der Stengel meistentheils seitwärts gegen die Erde, besonders bei anhalten-der nasser Witterung.
Diese Pflanze ist im Jahr 1570 zuerst auf den Acckern um Neap l entdeckt worden,und heißt daher der Stern aus Neapel. Jetzt trifft man sie in vielen Gänen in der Schweiz,und nach einigen Schriftstellern auch hin und wieder in Deutschland an. Sie blüht im Mayund vermehrt sich sehr. Die Wurzel steht ziemlich tief.
D 0 l d e n b l ü t h i g e Vogelmilch.
I^K. 69Z.
Doldenförmige Vogelmilch; Stern aus Bethlehem. Engl, ^m^eileä 5t»r <>l
L«lll1t!kem. Auch die schirmförmige Zlckerzwiebel ge»annt, treibt eine große weisseZwiebel, und einen langen starken Schaft über sich. Die Blätter sind beinahe Fußlang,schmal, dunkelgrün, in der Mitte mit einer weißlichen Linie der Länge nach gezeichnet und liefgefurcht. Die Blumenstiele sind länger als ihre Schä fte, und bilden einen Ast er schirm.Innerlich sind die Kronenblätter ganz weiß; äußerlich aber grünlich, mit weissen R andern.Sie öffnen sich nur, wenn die Sonne scheint; sonst sind sie geschlossen. Von dcn S täubt lä-ge rn sind Z am Ende dreifach eingekerbt.
Bei uns findet man diese Pflanze bisweilen zur Zierde in Garten; sie wächst aber auchin mehreren Gegenden von Deutschland z. B. in Thüringen u. s. w. doch besonders in der Schweizund in Frankreich, wild. Sie vermehrt sich sehr stark durch Nebenzwiebeln, und blühet imMap und Iunp.
l»
Ut--