Druckschrift 
8 (1818) Malva - Plantago
Entstehung
Seite
47
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

0 F IV ^ N ? NS. «7

Die Gärtner haben für die ausgezeichnetesten Spielarten eigene Namen, z. B. Ani sba-silie, Nesselbasilie, Cilronen basllie, Nelkenbasilie u. s. w. Von den übrigenweniger merkwürdigen Galtungen führen wir der Kürze wegen keine an.

. 0 T N ^ N 1 H X.Rebendolde.

Kennzeichen der Gattung: Die Blümchen in der Mille der Dolde füld stiellos, dieäußern gestielt; die Kelche haben fünf gleiche Zahn che«, die Blumen krönen eprunde,oder herzförmige, eingebygene Blätter, fünf Staubfäden und zwei Griffel. Zwei eprund ge-streift, gefurcht und mit den bleibenden Kelchen und Griffeln gekrönte Saamen.

NachZLinn^e's System gehört sie in die F. Klasse ?ent»n6ri3 und 2. Ordnung DiZ?>nia. Von den 12 Gattungen die davon sind, wird hier eine beschrieben, als:

Giftige Rebendolde.

"lab. 68^.

Saffrangelbe Rebendolde: Saffrandoldc. Englisch «»miocK wate? Dro^vo«.

LillL^w. t. 67s. ^»ey. liort. I. t. 5F.

O. cicut»« lkici«. I^ol,. »äv. 326. Hct. »ußl. >?47, ur. 480. t. 3.

Wurzel und Kraut dieser Galtung enthalten einen weißlichen stinkenden Saft, der an derLust saffrangelb wird; daher d<r Name. Ersiei-e besieht in einem länglichen Knollen; der dickegestreift« Stengel wird 3 bis 5 Fuß hoch, und ist in mehrere Aesle getheilt. Die Blättersind oielspaltig, stumpf, fast gleich und den Schirrli ngsblättern ähnlich. Die weissenDolden erscheinen im Iuny und Fuly. Der vorhin erwähnte Saft ist äußerst giftig, und hatSchwindel, Betäubung, Verlust der Kräfte, Wahnsinn. Steifigkeit der Glieder, Aussaücn derHaare, und in große,, Portionen den Tod verursacht.

Aus Frrthum statt einer andern Pflanze innerlich angewendet, hat sie einmal ein hartnäcki-ges Geschwür geheilt. Wahlscheinlich besitzt sie noch andere Arzneikräfte, und verdiente nähergeprüft z« werden. Sie wächst in Sümpfen und Wassergräben.