einigen Salden und Tinkturen eine feuerrothe Farbe zu geben ! doch kommt sie nur selten in denApotheken vor. S. Murrap Vorrach von Heilm. B. II. 44. Hasselquists Reise in denOrient. S. 464.
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Kennzeichen der Gattung: Der Kelch ist eckig und hat fünf spitzige Zähne, die Kronehat eine eng« Röhre mit zwei Lippen; die Oberlippe ist lang, hohl, ausrecht ungetheilt, behaart,die Unterlippe oreilappig, der mitllere Lappen uncingeschnitten; vier ungleich lange St au b fä.den tragen längliche mit glänzenden Punkten besetzte Anlheren.
Nach Lin«e gehört diese Gattung in die 14. Klasse Oiä^nilmi» und «. Ordnung 0^rn>»o«neruii». Es gibt davon 7 Gattungen von denen eine hier beschrieben wird:
I.L0NUKU3 c^KVI^Oä.
Gemeiner Wolfstrapp.I'al). 6oZ.
Das Herzgespannkraut. Engl, common Kiotk«rwo!ln.
lÜl,r6i!,e» vulß^riz, Bernhard Elf. Fl. p. 80.
Ll?»c:Il«'. t. 1/1.
Auch Wolfs fuß und Mutlerkraut genannt, ist eine zweijährige Pflanze welche a«Zäunen, auf Schutthaufen, hinter Hecken und an ««gebauten Stellen, besonders vor den Dir«fern allerchalben angetroffen wird. Der viereckige, ästige Stengel wird 2 bis 3 Fuß hoch undist mit einander gegen über stehenden keilförmig» eirunden, dreilappigen, gezähntenBlättern besetzt. Im Iuny und August erscheinen in den Winkeln der Blätter die rölhli.che« Blülhenwirtel, deren Kronen größer sind, als der stehende Kelch; der mitt-lere Lappen der Unterlippe ist spitzig. Im frischen Zustande riecht diese Pflanze et-was gewürzhaft; getrocknet hat das Kraut einen bitlern, zusammenziehenden Geschmack, undbesitzt einige stärkende Eigenschaften. Ehemals hielt man es für harntreibend, wurmtödtend,schleimlösend. Jetzt braucht man es nur noch empirisch in der mit Herzklopfen verbundenenAusschwellung des Magens bei Kindern; daher der Name Herzgespann.