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6 (1817) Cucumis - Guilandina
Entstehung
Seite
118
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Gries Holzbaum.

Beennußbaum; Schnellkugelbaum. Gemeine Behennuß.

IVlvrinß» 2«^I»nic». I^»runrK. «ne^o. 1. illultr. ßeut. t. 3^7.

<3uili,näin» ^lorinß». ^ncq. ic. r»r. 3. t. 46».

Llllanu» ^l^r«»p»icn. LInc^w. t. ZF6.

Dieser Baum wächst in Ostindien und in andern Ländern Asiens, in Asten und Amerika zueiner ansehnlichen Höhe. Seine B lätte r find doppelt gefiedert. DieBlülhen kommen büschel-weis aus den Zweigen he,vor. Sie haben einen einblättrigen 5 «heiligen Kelch, aufweichen diegelben ungleichen Blumenblätter stehen, die Hülse ist drepflappig und gepolstert; die Saa«men sind gepstügelt. Die Frucht ist eine rautenförmige, 15 Fuß lange Hülse, si< enthält 3Fächer und eine markartig« Substanz, worin die Sa amen, oder die sogenannten Behennüßeliegen; diese sind hellgrau, dreyeckigt, ron der Glöße einer Haselnuß, und schmeckt scharf,bitterlich, unangenehm; fie enlbält 5 bis seines h.llen, weißen, geruch-und geschmacklosenOels, das etwas leichter als Baumöl ist, sehr leicht gerinnt, und daher nicht leicht ranzigwird. Bcym Gefrierpunkte läßt es sich zu zähen und langen Fäden ausdehnen.

Die ganzen Nütze findet man in unser« Apotheken, selten oder gar nicht; wohl aber dasOel, welches meist schon ausgepreßt nach Europa gebracht wird. Man brauchte sie in den Apo-theken als Brech- und Pulgitmiltt!; sie wirken aber viel zu heftig und wurden daher mit Rechtverworfen.

Die Blätter des Baumes, welche einen bitterlichen Geschmack haben, lassen sichstatt K ohl genießen. Die Wurzel ist scharf, und dienet im Orient statt des Meerrettigs. Man glaubt, daß das blaue Santelholz, welches ehedem vornämlich in Gricsschmerzenempfohlen wurde, und daher ien Namen Gries holz führt, von diesem Baume komme.

Man sehe die F42. Tafel.

Ende des sechsten Bandes.