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6 (1817) Cucumis - Guilandina
Entstehung
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115
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dieser Gattung hat gemeiniglich nur Z Fächer und eben so viele Klappen. Wann es sich öffnet,so quillt gleichsam ein Knaul verwilelter weißer Wolle hervor, womit die äußerlich braunenSa amen fest Virbunden sind. In Arabien und Persien wächst diese Pflanze wild. Sie wirdim Orient, auf Malta, Sicilien, in Apuücn, in Griechenland, Ungarn und Spanien inMenge angebaut. Um Siuprna verfährt man dabei aus folzenbe Art: Im Herbst, im Februarund nach Beschaffenheit der Umstände auch-wohl noch einmal im Frühjahr, kurz vor der Aussaat,pflügt oder ackert man den zur Baumwolle bestimmten Boden, der weder zu schwer noch zusandig sein darf. Im Apn'll wird der Saame, wie bei uns das Getreide, aber viel dünner,ausgestreuct, und bei trocknen Wetter, damit eS nicht faule, 15 Fuß tief untergepflügt. Im An-fange des Iulp reinigt man die Pflanzen vermittelst einer Hacke vom Unkraut; im Anfangedes Augusts stuht man die zu früh aufgeschossenen Stengel gehörig ab. Feder Stengel bringteine oder 2 bis Z Blüthen und eben so viele Saamenkapsel n.

Diese sind im September reif und ungefähr so groß, wie ein kleiner Apfe I. Sie platzenvon selbst auf, und werden von der Zeit an alle Morgen gesammelt. Vei feuchter Witterung, oderwenn es Nachts stark gethauet hat, laßt sich die Wolle aw reinsten aus den Kapseln ziehn. Di«in den ersten Tagen gesammelte ist die beste, die folgende geringer und die letzte oft unbrauchbar.Mit Ende SevttmberS Hirt die Erndte auf. Die Wolle wird entweder in den Kapseln zuMarkte gebracht, oder vorher ausgezupft, sorlirl und gereinigt.

Die wichtigste Arbeit, die man mit de? rohen Baumwolle vorzunehmen hat, ist dasAbsondernder anhängenden Sa amen. Es geschieht dieß vermittelst einer Maschine, die derHauptsache nach aus 2 übereinander liegenden Cylindern besteht, welche vermittelst in einander,greifender Schrauben und einer Kurbel mit der Hand in Bewegung gcsctzt werden. Beide Colin«der oder Walzen find zwischen 2 Pfählen befestigt, welche in einen,ziemlich starken Fuß ein«ssefügt werden. Die Walzen macht man entweder von polirlem Stahle oder von Nußbaum-holz; sie können nach Belieben näher an einander oder weiter auseinander gcttieben werden»

Zwischen beiden läßt der Arbeiter die Baumwolle hindurch pressen, wobei sich der Sa a,m e absondert. Dieser wird theils zur Saal aufgehoben, theils dem Rindvieh zum Fressen gegeben.

Die Wolle wird, wenn sie gereinigt und gut getrocknet ist, in grobe Decken sehr fest zuBallen von Z Fuß Länge »; Breite und 15 Fuß Dicke eingepackt. In einem solchen Ballenstecken etwa 2 oder Z Centner, wovon die hollandischen Schiffe, die besonders stark gebaut sind,lyoo und mehrere laden.

Die Baumwolle, welche in Na t 0 lien und den benachbarten Ländern gewonnen wird,kommt mchrentheils über Smprn « nach Europa; die syrisch« über Ak r e und S 0 ide. DieBaumwolle, welche in Makedonien gebaut wird, steht an Güte der aus dem Orient

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