Wer sich i» dem Wasser badet, aus welchem diese Härchen umherschwimmen, empfin-det gleichfalls ein heftiges Jucken; eben so, wenn sie in die Betten oder Kleider kommen. Manbedient sich des Oels und trcckener Asche, um die schmerzhafte Empfindung zu lindern.
Fn Westindien braucht man diese Härchen innerlich als eines der kräftigsten wurmtrei»benden Mittel bei Kindern. So unerträglich die Empfindung auf der äußern Haut ist, so wenigspürt man davon im Darmlanal. Nach Vergius soll jedoch eine andere Gattung, nähmlich diebrennende Faseln, das wurmtreibende Mittel scyn.
Es laßt sich die wurmtreibende Eigenschaft dieser Härchen leicht erklären. Sie werdenv.rmnthlich eben diese brennende Empfindung auf die äuß.re Haut der Spulwürmer machen, undüöthiLen diese zum Abzug. Daß diese Wirkung bloß mechanisch erfolge, sieht man daraus, daßweder ein Dekokt noch Tinkturen «uf die Wü.mer wirken. Um übrigens desto sicherer zu verbü«ten, daß die Härchen die inneren Wände deS Darmkanals angreiffen, vermischt man sie mitZuck^rsirup zu einer dünnen Latwerge, nnd gibt davon einem zweijährigen Kinde . alle Morgennüchtern einen The.löffel voll, und einem Erwachsene» doppelt so viel. Wenn man dies einigeTage fortgesetzt hat, so läßt man eine Ponton Rhabarber einnehmen. S. Baukrafl Natur-gesch. von Guiana. S. 241. Murr.ap Vorrats) von Heilm. B. II. S. 469.
Mau sehe die 48 l. 2. Tafel.
O0^icN05 3 5 51 ll N 3 I 3.Chinesische Faseln.
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In ihre« Vaterlande wild diese Pflanze Ton genannt. Der Stengel windet sich,geht aber nicht hoch, und braucht daher keine Stützen. Die viclblumigen Blüthcnsiielestehen aufrecht; die walzenförmigen, mit Knoten ^versehenen Schoten aber hängen herab-wärts. Die kleinen Saamen sind weiß und an der Narbe oder dem Keimpun tleschwarz. Sie haben eine dünne Schale und einen angenehmen Geschmack. In Chinaißt man sie seh> gerne, und bereitet auch eine Art Käse daraus. Auch in Ostindien, woman dieses Gewächse häufig bauet, schätzt man die Früchte schr, und benutzt sie wie Bohnen.Auf Ambo'na werden nicht nur die jungen Hülsen oder Schoten, sondern auch die Wurzelnund Blätter genoßen. Die Saamen kaufen die Europäer in Ostindien auf, und bedienen sichd.rslben auf der Rückkehr, statt der Erbsen, als eine gute Schiffskost. In Nordamerika , na«