c^tt r KN 3 3 II 3 3 ^ M ? 1^ K VI n ^ ^ 3.Gemeine Cypresse.
3mmcrgrüne Cyprcffs. Engl. I'K« rlprißr,t c^^rezz tre«. Sie treibt «inen hohen,geraden, und ziemlich dicken Stamm, der mit einer zimmlbraunen, fast etwas rechlichen Rindebedcckt ist. Viele Stämme sind von unten auf, andere von der Mitte an m't Aesten und Z vei.-gen beseht, welche viereckig sind und doch ziegelförmig über einander liegende Blätter haben.Die Blatter find spitzig und dlaulichgrün von Farbe; die holzigen Früchte oder Nüssebesitzen eine zusammenziehende Kraft, weßhalb sie auch in Durchfällen und Blutfiüssen angera-then wurden. Das Holz dieses schönen Baums ha« eine gelbrölhliche Farbe, und riecht sehrangemhm. Da es der Fäulniß stark widersteht, und auch vom Wurme nicht angegriffen wird,so hielt mau es sonst für u werweslich, und machte Sarge zu Mumien davon. Zum Bauenund andere» Bebiise dient es vortrefflich,'und wird auch dazu angewendet.
Die immergrüne Eypresse wächst auf der Insel Eandia und im Morgenlande ingcbirgigte» Gegenden, kommt aber auch >m südlichen Deutschland im Freien fort. Unser Klimaist ihr zu kalt; d.cher sie die Gärlu.r als einen beliebten Baum in Gefäßen halt n, und denWinter in ein Gewächshaus bringen. Die Ersetzung geschieht theils durch Sa amen, der imMärz in lokere Erde gcsäet wird, theils durch Stecklinge. Noch bequemer ists, Ableger davonzu machen.
Das Harz, welches diese Bäume in ihrer Heimath ziemlich häufig von sich fließen lassen,soll dem Terpentin au Kraft gleich seyn. Es riecht sehr angenehm, so wie überhaupt der ganzeBaum auf der Insel Candia einen balsamischen Duft um sich her verbreitet. Die alten AcrzieZlaublen, daß in der mit diesem lieblichen Dufte geschwängerten Luft Lungenkranke gesund wür-den, daher schickten sie solche Patienten nach Candien.
Man sehe die 456 Tafel.